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                                         Zukunft Mehrgenerationenhaus

                                                                           Der Nuthebote, Heft Juli/August 2011, S. 23

 Noch immer fehlt im Mehrgenerationenhaus der behindertengerechte Zugang und die Kellerwände der Alten Schule in der Schlüterstraße müssen trocken gelegt werden. Nachdem zum Neujahrsempfang Bürgermeisterin Ute Hustig das Haus praktisch übergeben hatte, fehlen noch immer geschätzte 75.000 Euro zur kompletten Fertigstellung. Problem ist der Höhenunterschied von 1,5 Metern, den Behinderte zu überwinden haben, um Veranstaltungen im Erdgeschoss des Hauses besuchen zu können. Die freiwilligen Bauhelfer kommen nicht weiter. Am Panoramaweg haben sie schon die Koppeleinzäunung entlang des Weges repariert. Bei Umbauten im Jugendklub Saarmund wollen sie helfen. Es droht das Aus dieser jahrelangen Initiative der Rentnerbrigade, die bereits 8.000 Stunden im Mehrgenerationenhaus geleistet hat. Auszubremsen und wieder neu aktivieren ist schwer, berichtet Wilfried Jahnke, Vorstandsmitglied des Fördervereins Begegnungshaus der Generationen Nuthetal. Der Verein beantragte deshalb, wenigstens 10.000 Euro aus dem Gemeindesäckel für das gemeindeeigene Haus freizugeben. Seit 2008 flossen 188.000 Euro von insgesamt 343.000 Euro Bauleistungen aus dem kommunalen Haushalt in die Sanierung. Der Ortsentwicklungsausschuss hat am 14.Juni der Bürgermeisterin empfohlen, mit einer Eilentscheidung das Geld zu bewilligen. Das werde in den Fraktionen beraten und in der nächsten Gemeindevertretersitzung mit einer positiven Entscheidung bestätigt.




Panoramaweg „komplett“: Die Augen für Natur und Kunst öffnen

 

 Es ist vollbracht. Erste Kunstprojekte sind am Kinder-KunstNaturpfad entlang des Rehbrücker Panoramaweges am 31. Mai der Öffentlichkeit übergeben worden. Damit ist das Konzept umgesetzt. Unter Dudelsackklängen des Rehbrücker Volkskünstlers Rolf Janssen zog das versammelte Publikum den Weg entlang.

Bürgermeisterin Ute Hustig dankte Schülern, Lehrer und Senioren für dieses gemeinsame Projekt. Es sei „ein lebendiges Beispiel für ehrenamtliches Engagement, für ein Miteinander der Generationen". Die 2007 von der Rehbrücker Biologin Edelgard Sachs ins Leben gerufene Aktion, den Panoramaweg mit Kindern zu gestalten, ist breiter geworden. Die Akademie 2. Lebenshälfte, der Jugendklub Die Brück e.V., das Mehrgenerationenhaus, der Seniorenbeirat Nuthetals, Handwerker des Ortes und die Grundschule mit ihrem Förderverein für Groß und Klein a beiten hier Hand in Hand. Das "Müllprojekt" sei "ein Finqerzeig an die Bevölkerung", ihre Abfälle nicht in die Umgebung zu entsorgen, so Hustig. In einem Schaukasten sind dazu Abfälle montiert worden, die die Kinder teilweise am Wegesrand gefunden hatten. Sachs deutet das Bild anders. Sie möchte, dass jeder seinen eigenen Müll wieder mitnehmen solle. Dann müssen auch keine weiteren Papierkörbe aufgestellt werden.

Aus dem Graffiti-Projekt "generationenübergreifendes Sprayen" des Jugendklubs sind drei Objekte am Wegesrand zu finden, im grünen Klassenzimmer nahe der Schule weitere fünf und im Mehrgenerationenhaus ein Objekt. Die Rentnerbaubrigade des Mehrgenerationenhauses reparierte in 100 freiwilligen Stunden den Koppelzaun entlang des Weges. Im Rahmen des "neigungsdifferenzierten Unterrichts" im Fach Kunst nahmen mit Hilfe der Lehrerinnen Marlis Schramm und Elke Brandenburger Ideen Formen an. "Otto Il.", ein unter dem Motto "Mit allen Sinnen genießen" bunt gestalteter Baumstamm, findet sich am Rand der Rehbrücker Gartenstadt. Bunte Libellen, Schmetterlinge, Lippen, Augen und Finger sind darauf zu entdecken. "Otto I." dagegen steht schon im grünen Klassenzimmer der Grundschule, berichten die Kinder. Bunte, steinerne Käfer werden auf einem Baumstamm zum "großen Krabbeln". Zum Sommerfest in der Grundschule wurden im Juni ähnliche Steine verkauft. Das Projekt "Die Ravensberge im Wandel der Jahreszeiten" soll noch eine Bank zum Verweilen hinzubekommen, berichtet Bergholz Rehbrückes Ortsvorsteherin Annerose Hamisch Fischer. Gegen den Hundekot am Wegesrand soll demnächst auch etwas unternommen werden, erzählt Elke Brandenburger. Mit kleinen Fähnchen und der Aufschrift "Haufen sucht Herrchen" wollen Kinder die Hundebesitzer in der Gemeinde motivieren, endlich die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge nicht den Mitbürgern vor den Füßen liegen zu lassen.

Die Schulkinder beschäftigen sich schon in vierter Saison mit verschiedenen Pflanzen. Sie sollen sensibilisiert werden für die Schönheiten der Natur. Kunsttischler Eberhard Kyntschl stellte neue Schilder zur Verfügung, die Rolf Janssen mit den Kindern im Kunstunterricht gestaltete. Jetzt zeigen die bunten Schilder dem Passanten wieder, was am Wegesrand steht. Das gefundene Wissen um die Patenpflanzen tragen die Schüler jeweils zur Eröffnung vor. So auch im Mai. An den Enden des Panoramaweges stellen Schautafeln die diesjährigen Patenpflanzen vor. Das Projekt wird aus Lottomitteln des Landes gefördert und erfreut sich wachsender Beliebtheit.

                                                                                                                                     Ute Kaupke

Der Nuthebote, Heft Juli/August 2011, S. 45, Kinderseite


 

Die romantische Melodie von Bach bis Beatles,

„Menschen von um die Ecke“ musizieren aus Freude an der  Musik,

Der Nuthebote, Heft 03/2011, S.15

 

Das Mehrgenerationenhaus Nuthetal lädt zur dritten Soiree in die Bergholzer Kirche ein. Nach Händel und Schumann dreht sich am 12. März ab 17 Uhr alles um" Die romantische Melodie von Bach bis Beatles " des 16. bis 20. Jahrhunderts. Es musizieren und singen Menschen im Alter von 10 bis 80 Jahren. Zum zweiten Mal wirkt die Chorgemeinschaft Potsdam‑Rehbrücke e. V unter der künstlerischen Leitung von Prof Dr. Hans‑Joachim Zunft mit. Das Programm wurde wieder von Rotraut Rothe vom Förderverein "Begegnungshaus der Generationen Nuthetal e.V" und dem pensionierten Berufsmusiker Wolfgang Freytag zusammengestellt. Gemeinsam mit dem Schüler Bendix Lippe wird Rothe unterhaltsam durch das Programm führen, das für die ganze Familie etwas bereit hält. Die Proben laufen auf Hochtouren. "Es ist kein normales Kirchenkonzert. Das Besondere ist, dass Berufs‑ und Amateurmusiker mit Kindern gemeinsam musizieren ", ist sie von der generationenübergreifenden Arbeit begeistert. Freytag selbst wird Querflöte und Oktavgeige spielen. Die 10jährige Jessica Kljunic ist die Jüngste (Sopranblockflöte und Klarinette). Gemma Sedrakian (Violine), Mak Kljunic (Querflöte) und Konstantin Thiersch (E-Piano) sind wieder mit von der Partie wie auch der Nuthetaler Künstler Rolf Janssen. "Es macht Spaß, mit einem richtigen Musiker zu üben", beantwortet Gemma die Frage, warum sie diese Mühe auf sich nimmt. Profi wolle sie nicht werden.

Die Idee zu diesem Konzert tauchte im Freundeskreis auf. Eine Melodie erklang. Keiner wisse, dass diese Noten vor 200 Jahren geschrieben worden seien: romantische Melodien. Freytag hat wegen der ungewöhnlichen Besetzung des Abends alle Arrangements neu geschrieben.

 

Robert Schumann, Mike Oldfield, auch Dirk Michaelis mit seinem Lied "Als ich fortging" sind im Programm. Bekannt ist Maffays Lied "Ich wollte nie erwachsen sein" aus "Tabaluga Ausklingen wird das Konzert mit " Hey Jude von Paul Me Cartney. " Alles, was Beine hat, spielt und singt im Finale mit", kündigt Freytag an. Mehr will er nicht verraten.

 

Mit dem Repertoire scheint die Chorgemeinschaft sich einem neuen Stil zu öffnen. Ihre Programme seien schon immer recht gemischt ausgewählt worden, entgegnet Zunft. Es liege einfach an den Arrangements von Freytag. Einen "grundlegenden Stilwechsel" des Chores gebe es nicht.

 

Mit einem kleinen Empfang im benachbarten Mehrgenerationenhaus kann der Abend bei einem Glas Wein und Kanapees gesellig ausklingen. Den Charme der Veranstaltung mache aus, dass es "Menschen von um die Ecke " sind, weiß Rothe von Gästen, "man kennt sich, man kennt die Kinder. Das ist spannender als wenn fremde Musiker auftreten. Es ist für uns überwältigend, welchen Zuspruch die Veranstaltungen finden. Die Kirche mit ihren 180 Plätzen ist immer rappelvoll. " Aus Nuthetal, Potsdam, selbst Berlin reisen die Gäste an. Das sei Anerkennung und Motivation. Besucher haben erzählt, dass sie überall Konzerte besuchen könnten, aber dass hier mit Kindern musiziert werde,

Ute Kaupke

 

Nuthetaler Mehrgenerationenhaus unter neuer Leitung

Der Nuthe-Bote, Heft 2/2011

 

Seit Jahresbeginn steht das Nuthetaler Mehrgenerationenhaus unter neuer Leitung. Der 56-jährige Pädagoge Karlheinz Richter aus Potsdam löst Annerose Gentsch ab, die sich in den Ruhestand verabschiedete. Der "familiäre Charakter ", das ehrenamtliche Engagement in der Kommune und im Haus gefallen ihm. Gerade diesen Charakter könne das Haus" im europäischen.Jahr der Freiwilligenarbeit als wesentlichen Beitrag hinaustragen und regionale Verknüpfungen herstellen meint er. Richter, der von 1997 über acht Jahre das Bürgerhaus Am Schlaatz leitete, hatte sich danach der Jugendsozialarbeit und Berufsorientierung junger Menschen in Berlin gewidmet.

Es liegt ihm, Programme zu entwickeln, Netzwerke aktiv mitzugestalten und Veranstaltungen für Jung und Alt vorzubereiten. Er setze sich gern den Hut auf, trage Verantwortung, vermittelte er. Mit seiner Leidenschaft für den Sport hat er sich Ausdauer antrainiert. "Ich will Grenzen überwinden, nicht aufgeben. Es gibt immer eine Lösung", zeigt er Zielstrebigkeit. Anknüpfungspunkte will er finden, dazu mit der Gemeindeverwaltung, Vereinen und Einrichtungen ins Gespräch kommen. Nach der "Zukunftswerkstatt Alte Schule" von 2007 könnte eine Ideenkonferenz die damaligen Vorstellungen abrechnen und aktualisieren. Am Profil des Hauses will er weiterarbeiten, mit dem Kinder‑ und Jugendklub Die Brücke e. V im Hause die Zusammenarbeit intensivieren. Im Prinzip sei das Haus ein Vier‑Generationenhaus: Kinder, Eltern, Großeltern und Hochbetagte gehen hier ein und aus.

Aus seiner Sicht ist beispielsweise Ernährungsberatung von aktuellem Interesse. Adipositas als Gesundheitsproblem könne mit dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung und der Grundschule für alle Altersgruppen interessant aufgearbeitet werden. Auch bei der Veranstaltungsreihe "Kulinarische Weltreise" des Jugendklubs wolle er generationenübergreifend mitmischen Gute Chancen sieht er für Veranstaltungen zur Gesundheitsprävention wie Yoga für Senioren, Qi Gong oder Wirbelsäulengymnastik. Themenwanderungen will er ausbauen. "Das Haus ist eben ein offener Treff eine Drehscheibe für die unterschiedlichsten Vorhaben" fasst er zusammen und will immer ein Ohr für die Bedürfnisse aller Generationen haben.

Ob Ehrenamtstauschbörse, Altenhilfe, Gedächtnistraining, Betreuung von Kindern, Bildung, Beratung, Vorträge, Lesungen, Ausstellungen, Naturheilkunde, Medienkompetenz oder Patenschaften: nichts scheint auf Machbarkeit ungeprüft zu bleiben. Auch Termine wie Sommerfest, Nuthetal‑Crosslauf oder Adventsmarkt stehen in seinem Kalender. Mindestens mitwirkend will sich das Mehrgenerationenhaus kooperativ einbringen. Aktuell werden Menschen gesucht, die Schülemachhilfe für Deutsch, Mathe und Englisch übernehmen können oder die ihre Erfahrungen weitergeben oder auch Hochbetagte betreuen wollen, vermittelt Richter.

                                                                                                                      Ute Kaupke

Das Mehrgenerationenhaus lädt ein in die neuen Räume

Der Nuthe-Bote, Heft 2/2011, Reihe Gesellschaft

 

Das Leben in unserem Mehrgenerationenhaus in Bergholz kann ab Januar 2011 noch umfangreicher und vielfältiger werden als in den zurückliegenden Jahren. Stand bisher, bedingt durch die Nutzung bei gleichzeitigen Bauarbeiten, immer nur ein Ver­anstaltungsraum zur Verfügung, so sind es jetzt zwei und bei Bedarf auch drei.

Der große Klassenraum (51 qm) wurde kurz vor Weihnachten fertig. Er lässt sich bei Bedarf mit Hilfe einer mobilen Trennwand teilen, die einen guten Schallschutz zwischen den Räumen gewährleistet. Durch die Wiederherstellung der zu DDR‑Zeiten zugemauerten Fenster ist ein heller, freundlicher Raum entstanden. Mit den neuen Stühlen können bei einer Kinobestuhlung mehr als 60 Plätze geschaffen werden. Durch den Einbau einer Akustikdecke gibt es einen angenehmen Raumton. Mit dem fest installierten Beamer in Verbindung mit DVD‑Spieler bzw. Laptop ist eine moderne Vortragstechnik vorhanden. Wir sind unserem Tonmeister, Herrn Illing, dankbar für seine Unterstützung und Mitwirkung.

Bereits im Juli haben wir den Clubraum (26 qm) fertiggestellt. Auch hier ist durch die Wiederöffnung und Herstellung alter Fenster ein schöner, heller Raum entstanden. Das Holzpaneel und die Dielen in Verbindung mit der neuen Möblierung und den Dekos schaffen eine angenehme, anregende, aber auch gemütliche Atmosphäre. Diese wird durch die seit dem Adventsmarkt gezeigte Ausstellung der Arbeiten des Malers und Grafikers, Roman Reske, noch unterstrichen.

Wir laden alle ‑Vereine, Arbeits‑ und Interessengemeinschaften, Parteien, Zirkel und Familien ‑dazu ein, dieses Raumangebot zu nutzen.

Im Laufe des Jahres haben wir bei den Bauarbeiten interessante Bauelemente wieder entdeckt oder in alten Zeichnungen gefunden, die unser chronikinteressiertes Brigademitglied Jörg Oldenburg ausgegraben hatte. So haben wir zum Klassenraum zufällig eine große Türöffnung mit Stichbogen entdeckt. Die Holz-Glas-Wand im Eingangsbereich hat ihren Ursprung in Zeichnungen des Jahres 1947, die uns die damalige Eingangsgestaltung zeigten. Gemeinsam mit unserem Architekten, Peter Dreykluft, wurden in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde die vorhandenen Planungen kurzfristig geändert.

Wir haben noch andere historische Bauelemente gefunden, so z.B. Mauerwerksanker oder Mauernischen, die uns weitere spannende Rätsel zum Haus aufgeben.

Im EG wurden mit dem Damen‑WC und dem Flur weitere Räume zum Jahresende fertiggestellt. Im OG kann das Computerkabinett in Betrieb genommen werden. Die Verbindung von sichtbaren Teilen des alten Dachstuhles mit modernen Glaswänden wurde hier fortgesetzt. Die Arbeiten im OG, das durch den Jugendclub "Die Brücke e.V." genutzt wird, sind damit im Wesentlichen abgeschlossen. Wie haben sich die Bedingungen für den Jugendclub verändert, wenn wir das mit den Zuständen vor 3 Jahren vergleichen!

All das, was in 2010 geschaffen wurde, ist in erster Linie dem Einsatz unserer "Rentnerbrigade" zu verdanken. Mit 3100 freiwilligen und unbezahlten Einsatzstunden wurde nochmals eine Steigerung gegenüber den Vorjahren erreicht. All ihre Mitglieder, es waren 18, sind offenbar von dem Virus befallen, in einer tollen Gemeinschaft etwas Sinnvolles für den Verein und das Gemeinwohl zu schaffen. Es macht allen immer noch Spaß, und es besteht der Wille, weiter zu machen. Etwa 85.000 Euro an Lohnleistungen wurden insgesamt bisher erbracht. Unterstützt und bei Laune gehalten werden wir dabei durch die Frauen, die uns ebenfalls in ihrer Freizeit mit Essen und Trinken versorgen.

Dank gilt wie in den Vorjahren auch den Handwerksbetrieben, die im MGH tätig waren. Dabei haben sie immer mal mehr gemacht als vertraglich vereinbart, Material oder Leistungen gespendet und so ihre Verbundenheit mit der Alten Schule gezeigt. 12 Firmen waren beteiligt, sieben davon aus Nuthetal.

Möglich sind alle Aktivitäten nur, wenn das nötige Geld da ist. Unsere Gemeindevertreter haben aus dem Haushalt 2010 85.000 Euro bewilligt, dazu kamen 10.000 Euro von der Denkmalschutzbehörde des Kreises, Im Oktober kamen dann sogar noch 52.000 Euro aus dem Konjunkturprogramm des Bundes hinzu, mit denen die Fassade und das Dach des zweigeschossigen Teiles in Angriff genommen wurden. Leider kam der strenge Winter etwa zwei Wochen zu zeitig, weshalb die Arbeiten unterbrochen werden mussten. Ein großes Dankeschön an alle, die an der Bewilligung der Gelder mitgewirkt haben.

Am 21. Januar 2011 wurden die neuen Räume im Rahmen des Neujahrsempfangs der Bürgermeisterin offiziell zur Nutzung übergeben. Ein kleines Kulturprogramm erfreute die Teilnehmer. Eine außergewöhnliche Geste der Verbundenheit mit dem MGH zeigte Frau Schran, die dem Verein eine Originalzeichnung eines Rehbrücker Malers übergab, und Herr Schliesser als Leiter des Patchworkkurses, der ein Gemeinschaftswerk der Beteiligten für das Haus überreichte.

Wie geht es nun weiter? Es ist noch einiges zu tun. Das Behinderten‑WC und der behindertengerechte Zugang, der über die Terrasse erfolgen soll, sind noch nicht begonnen. Das Treppenhaus muss fertig werden. Die Außenanlagen in Verbindung mit den völlig maroden Schuppen sind in Angriff zu nehmen.

Für dieses Jahr ist im Haushalt wegen der angespannten Finanzlage kein Geld für die Weiterführung der Bauarbeiten vorgesehen. Das bedeutet, dass die Arbeiten eingestellt werden müssen. Es ist schade, dass die Kapazitäten der "Rentnerbrigade" so ungenutzt bleiben. Wir hoffen, dass sich im Nachtragshaushalt doch noch Möglichkeiten ergeben. Die "Jungs" zwischen 60 und 75 sind alle noch heiß, weiter zu machen.                                                                                                                       Wilfried Jahnke

Erster Neujahrsempfang
MAZ vom 22.01.2011



Weihnachtsrückschau: Bergholz-Rehbrücke … … und Nudow
Ortsgeschichte für jedermann auf dem Adventsmarkt in Bergholz

Der Nuthe-Bote, Heft 1/2011

 Der Ortsverein Bergholz‑Rehbrücke e.V. stellte den neu gegründeten Geschichtsverein Nuthetal in einer kleinen Ausstellung im Schäferhof vor. Wieder war dem Ortsverein der schöne Raum im Haupthaus des Schäferhofes zur Verfügung gestellt worden, wofür wir uns hier nochmals bedanken. Die Ausstellung sollte eine kleine Kostprobe sein zum Mitmachen bei der Erforschung der Heimatgeschichte. Leihgaben aus der Bergholzer Bauernstube von Marlies und Hans Pharao und von Fritz Paul aus Saarmund wie Publikationen über unsere Ortsgeschichte und Karten wurden gezeigt. Großer Anziehungspunkt, besonders für Familien, war Gertraud Schade ein Spinnrad, die die ganze Öffnungszeit über Schafwolle spann. Die Ortschronistin und Vorsitzende des Geschichtsvereins, Annett Böhm, und weitere Mitglieder des Vereins aus Saarmund und Nudow suchten das Gespräch mit den Besuchern.
                                                                                                                                
Erika Haenel

2010


04.12.2010

Alt und modern
Mehrgenerationenhaus vom Land ausgezeichnet

Das Mehrgenerationenhaus Nuthetal nähert sich seiner Fertigstellung. Bei laufendem Veranstaltungsbetrieb wird die einstige Bergholzer Schule seit 2007 abschnittsweise umgebaut. Das aus dem Jahr 1894 stammende Gebäude gehört der Kommune. Der Computerraum im Obergeschoss für den Jugendklub „Die Brücke“ ist jetzt hergerichtet. Die Kombination von Holz und Glas sorgt für Transparenz und Licht. Erzeugt wird ein spannender Kontrast zwischen Alt und Modern im denkmalgeschützten Haus.

Auch im großen Veranstaltungsraum im Erdgeschoss ist die Dielung bereits fertig. 250 000 Euro von Kommune und aus den Fonds für den Denkmalschutz wurden bisher verbaut. Von den freiwilligen Bauhelfern sind 8000 Stunden geleistet worden. Wert: 80 000 Euro. Eine gute Zusammenarbeit gebe es mit ortsansässigen Firmen, die Leistungen teilweise sponsern, erklärte Nuthetals Bauamtsleiter Torsten Zado. Die Kosten liegen damit – und durch Abspecken des Entwurfs – bei der Hälfte der ursprünglichen Architektenschätzung. Während des Adventsmarkts am morgigen Samstag kann das Haus ab 14 Uhr besichtigt werden.

Im November gründete sich ein Fotoklub im Mehrgenerationenhaus. Im kommenden Jahr wird sich eine Theatergruppe etablieren. Indes ist der Behindertenzugang noch unklar, berichtet der ehrenamtliche Bauleiter Wilfried Jahnke. Rollstuhlfahrer sollen via Aufzug zur Terrasse und dann ins Haus kommen, aber das Geld fehlt.

Beeindruckt zeigte sich der Chef der Brandenburger Staatskanzlei, Albrecht Gerber, am vergangenen Donnerstag bei einem Besuch. Dabei ehrte er den Förderverein des Hauses als „Demografie-Projekt des Monats“. Im Rahmen des Programms „Marktplatz der Möglichkeiten“ werden seit 2009 regelmäßig Menschen gewürdigt, die mit Kreativität und Engagement ihr lokales Umfeld den demografischen Herausforderungen anpassen. Es geht um das aktive Zusammenleben der Generationen. Die Initiativen sollen bekannt gemacht werden. Nachahmung sei gewollt, begründet Gerber.

„Der Reichtum des Vereins besteht in den Menschen“, begründete die Vorsitzende des Fördervereins Begegnungshaus der Generationen Nuthetal, Elvira Schmidt, den Erfolg. Aktiv sind viele Berufsgruppen vom Schlosser, Maurer, Orgelbauer, über den promovierten Dolmetscher, Informationstechniker zum Maschinenbauingenieur. Um in Zusammenarbeit mit der Akademie 2. Lebenshälfte Senioren im Umgang mit PC und Internet zu trainieren, sucht der Förderverein jetzt zehn Laptops. Gerber riet, Lottomittel zu beantragen. Schmidt hofft indes auf die Fortführung des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser, wie von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder im Oktober angekündigt. Ute Kaupke

 

PNN
14.06.2010
Wiedersehen an der alten Schule

Viel Lob für das Mehrgenerationenhaus
Nuthetal – Genau 121 offizielle Gäste strömten am Samstag zum 1. Ehemaligentreffen in die Alte Schule in der Bergholzer Schlüterstraße. Erinnerungen wurden wach, lange Gespräche folgten, die Fotogalerie war dicht umlagert. Das frühere Lehrerzimmer ist heute ein hell und frisch aussehender Raum des Nuthetaler Kinder- und Jugendklubs „Die Brücke e.V.“. Altes Fachwerk und modernes Glas fügen sich harmonisch zusammen in dem jetzigen Mehrgenerationenhaus. „Als die provisorisch eingezogene Decke von den ehrenamtlichen Bauhelfern abgerissen wurde, kam uns der Staub von 60 Jahren entgegen. Auf drei Meter Abstand konnten wir uns nicht mehr sehen“, berichtet Bauleiter Wilfried Jahnke vom Förderverein des Begegnungshauses. Großen Anklang fand am Nachmittag die Festveranstaltung in der Aula der jetzigen Schule, die von drei Generationen gestaltet Gesang, Lyrik und Schulgeschichte verband.

Ursula Kestin, aus Baden-Württemberg angereist, ging zuerst in den Schulkeller. Sie erinnerte sich an die Kriegszeit: „Bei Fliegeralarm sollten wir nach Hause flitzen, wenn wir es schaffen. Sonst mussten wir im Keller Schutz suchen.“ Erwin Günther erinnerte sich, dass die Schüler nach dem Krieg Kohle mitbringen sollten, um den Klassenraum beheizen zu können. Edith Soore bewegt die Geschichte ihres Lehrers Otto Arns, der nach dem Krieg von zwei Männern aus dem Unterricht gerufen wurde. Später habe er sich mit den Worten verabschiedet: „Wir werden uns wohl nicht wiedersehen.“ „Wir Kinder protestierten, malten Plakate, weil wir unseren Lehrer wieder haben wollten“, weiß Erika Haenel noch. Das weitere Geschehen blieb am Samstag im Verborgenen.

Sybille Kinzel, geborene Berendt, erzählte, als Schulkind nur knapp mit dem Leben davongekommen zu sein. Die einzige zerstörerische Bombe in Bergholz traf am 13. April 1945 ihr Elternhaus in der Ravensbergstraße. An dem Tag durfte sie nach einer Lungenentzündung erstmals wieder aufstehen. Die Tür des „Bunkers“ war gerade zu, als von außen durch die Detonation das Trittbrett der mütterlichen Nähmaschine aus dem Wohnhaus dagegen flog.

Den weitesten Weg hatte Lothar Geisendorf zum Treffen zu bewältigen. „Luftlinie 9000 Kilometer“, erzählt er lachend, der seit 14 Jahren auf den Seychellen lebt und jährlich einen Abstecher in die Heimat macht. „Lebendige Geschichte“ schwirrte an diesem Tag durch den Ort, die es festzuhalten gelte, so die Vorsitzende des Fördervereins für das Begegnungshaus, Elvira Schmidt.

Besonders gedankt wurde den ehrenamtlichen Bauhelfern für ihre Leistungen beim Ausbau des Begegnungshauses. Völlig überrascht erhielt Gerhard Kruspe aus den Händen des Vorsitzenden des Seniorenbeirates des Landkreises, Max Bauer, eine Ehrung für seine unermüdliche Arbeit im Mehrgenerationenhaus, die wöchentlichen ehrenamtlichen Baueinsätze seit September 2007 und seine langjährige Arbeit als Gemeindevertreter. Er ist einer der Ideenträger, die denkmalgeschützte Alte Schule in Bergholz als Haus für Bürger und Vereine zu sanieren, ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Fördervereins. Ute Kaupke





PNN
10.06.2010
Ehemalige treffen sich in alter Bergholzer Schule

100 Gäste haben sich für Samstag angekündigt / Ausbau zum Begegnungshaus geht voran (10.06.10)

Nuthetal - Pünktlich zum „ Ehemaligentreffen“ im alten Bergholzer Schulhaus wird mit Bibliothek und Toilette ein weiterer Bauabschnitt des neuen Mehrgenerationenhauses fertig werden. Alle Kraft setzen die ehrenamtlichen Bauhelfer daran, bis Samstag fertig zu werden. „116 Jahre sind für die Alte Schule kein rundes Jubiläum, aber noch länger wollten wir mit dem Treffen nicht warten“, erzählte Rotraut Rothe vom Förderverein des Begegnungshauses. Zeitzeugen, die noch etwas zur Geschichte beisteuern können, werden weniger. Zudem wolle man den Ehemaligen zeigen, wie das Haus in der Schlüterstraße 46 heute genutzt wird.

Viele Helfer arbeiten seit Monaten für das Gelingen des Tages. An über 450 Adressen in ganz Deutschland, nach Dänemark und auf die Philippinen wurden Einladungen verschickt. Eine Menge Fotos, Klassenlisten, Schulhefte, Zeugnisse, eine Schiefertafel und Schulranzen sind bereits zusammengetragen worden. Über 100 Gäste haben sich angemeldet. Um 10 Uhr geht es mit Führungen in der Alten Schule und der benachbarten Kirche los. Es werden die Zeitensprünge-Ausstellung vom Jugendklub zu sehen sein und eine Fotoausstellung. Ab 13 Uhr führen Schüler der heutigen 6. Klassen mit Lehrerin Marlis Schramm durch „ihre“ Grundschule „Otto Nagel“. Schramm ist selbst eine „Ehemalige“ der roten Backsteinschule. Der Bau im nahen Andersenweg 43 hatte 1969 den alten Schulstandort abgelöst. Seit einem Jahr steht auch dieses Haus wegen der typischen DDR-Bauweise unter Denkmalschutz. In der Aula im Andersenweg gibt es um 14 Uhr ein Programm mit Streiflichtern der Schulgeschichte. „Die Alte Schule wäre aus den Nähten geplatzt“, begründet die Vorsitzende des Fördervereins Elvira Schmidt den Umzug in die Aula. Aber Neu und Alt gehörten schließlich zusammen.

Vor drei Jahren war der „Förderverein Begegnungshaus der Generationen Nuthetal“ gegründet worden. Ein Ehemaligentreffen schwebte den Aktiven seither vor. Über 50 Helfer leisteten bisher 8 200 Stunden am Ausbau der Schule zum Begegnungshaus.

Rund 180 000 Euro wurden von Kreis und Kommune dafür aufgebracht. 75 Prozent der Arbeiten seien fertig, schätzt Bauleiter und Vorstandsmitglied Wilfried Jahnke. 50 000 Euro hat die Kommune 2010 für die Fortführung der Arbeiten zugesagt. Weitere 30 000 Euro werden noch gesucht. Ein Veranstaltungsraum soll durch einen Wanddurchbruch erweitert werden, erzählt Jahnke. In den oberen Räumen des Hauses soll das Computerkabinett des Jugendklubs fertiggestellt werden. Die Umsetzung von behindertengerechtem Zugang und der restlichen Sanierung der Backsteinfassade müssen bis 2011 warten.

Die Bibliothek soll indes den Charakter eines Klubraumes mit Bücherausleihe erhalten, so Schmidt, die dort auch schon Doppelkopf- oder Schachrunden sieht. Auf die Frage, was die Bauhelfer machen, wenn das Haus fertig sei, hieß es: „Boule spielen, wenn die Außenanlage fertig ist.“ Ute Kaupke




MAZ
01.06.2010

HISTORIE: Die Schule kostete 16 000 Mark
Mehr als 100 frühere Schüler und Lehrer treffen sich in ihrer alten Lehranstalt in Bergholz

NUTHETAL - Es ist über 40 Jahre her, als Kinder das letzte Mal in der alten Schule in Bergholz Unterricht hatten. Ihre Spuren sind Dank sensibler Sanierer aber bis heute erhalten geblieben. Die ausgelatschte Holztreppe ist der Beweis, dass hier unzählige Kindergenerationen hoch und runter gerannt sind, bevor sie im Klassenzimmer Mathe paukten. Einige Jahrzehnte später werden viele dieser Kinder in ihre alte Schule zurückkehren. Über 100 frühere Schüler und Lehrer, die bis zur Schließung 1969 in Bergholz das Alphabet gelernt haben, werden am 12. Juni zum Ehemaligentreffen erwartet.

Die Organisatoren vom Förderverein „Begegnungshaus der Generationen Nuthetal“ hatten zuvor 450 Einladungen in die ganze Republik und ins Ausland verschickt. Den weitesten Weg hatte der Brief an den früheren Schüler Arnold Hartwig, der heute auf den Philippinen lebt, an diesem Tag wahrscheinlich aber nicht kommen wird.

Dafür sagte eine ehemalige Schülerin aus Dänemark ihr Kommen zu. Sie kann sich wie die anderen 100 Eleven, die die Einladung dankend angenommen haben, ab 10 Uhr auf einen Tag mit „heiter-besinnlichem Programm“ freuen, so Rotraut Rothe vom Organisationsteam. Wie es sich gehört, gibt es auch „Schülerspeisung“. Makkaronis mit Gulasch stehen auf dem Speiseplan. „Tomatensauce wäre wegen der Kleckerei zu gefährlich geworden“, witzelte Gerhard Kruspe. Er gehört zum Bautrupp aus Freiwilligen, die sich in der Freizeit ins Zeug legen, um dem alten Haus eine neue Zukunft zu geben. „Wir wollen zeigen, was aus der Schule geworden ist“, sagt denn auch Rotraut Rothe. Den ehemaligen Schülern sei schon mal verraten: Ihre Lehranstalt ist jetzt ein Mehrgenerationenhaus, das Schritt für Schritt saniert wird. Die Freiwilligen um Bauleiter Wilfried Jahnke wollen bis zum 19. Juni auch den Bibliotheksraum und die Damentoilette fertig haben. Dann wäre drei Viertel des Sanierungswerkes im Innenbereich geschafft, sagt Jahnke.

Seit September 2007 haben die Bauhelfer 8200 Arbeitsstunden geleistet, was einer Wertschöpfung von etwa 82 000 Euro entspricht. Bis Ende 2009 gaben Gemeinde und Kreis 180 000 Euro für die Sanierung dazu. Die Rettung des Gebäudes ist eine Erfolgsgeschichte, die freilich noch nicht zu Ende ist. „Uns fehlen noch gut 20 000 Euro, um alle Ziele zu erreichen, die wir uns für 2010 gestellt haben“, sagt Jahnke. Gebaut wurde die Schule 1894. Die Gemeinde hatte zwei Angebote eingeholt: Einen Schulbau für 16 000 oder für 20 000 Reichsmark. Die Kommune wählte die billigere Variante, was ein Fehler war. Schon zur ersten Inspektion beklagten die Prüfer undichte Türen und wackelnde Schulbänke. (Von Jens Steglich)


PNN, 6. März 2009,

Potsdam-Mittelmark

 Neue Leiterin im Haus für Generationen Annerose Gentsch im Ausschuss vorgestellt

 Nuthetal - Mit Wirkung vom 1. März ist die Leitung des Mehrgenerationenhauses Nuthetal in die Hände von Annerose Gentsch gelegt worden. Am Mittwochabend wurde die 61-Jährige nach dem Auswahlverfahren den Mitgliedern des Nuthetaler Sozialausschusses vorgestellt. Gentsch, hat 22 Jahre als Lehrerin gearbeitet und war danach als Geschäftsführerin eines Vereins für Behindertenarbeit tätig. Elf Jahre setzte sie sich dabei für Behinderte ein. 2006 zog sie mit ihrem Mann nach Potsdam. Der Vertrag der ersten Projektleiterin Elke Weißbach war vom Förderverein im vergangenen Jahr nicht fortgesetzt worden. Die Stelle musste neu ausgeschrieben werden. Kommissarisch hatte Vereinsmitglied Rotraut Rothe die Arbeit übernommen. Eine im Januar eingestellte Bewerberin konnte aus gesundheitlichen Gründen die Aufgabe nicht ausführen. Aufgabe der neuen Leiterin wird es unter anderem sein, die vielen bereits entwickelten Veranstaltungsideen umzusetzen.

Ein voller Erfolg war bereits die von „Jung und Alt“ gestaltete Händel-Soirée in der Bergholzer Kirche am vergangenen Wochenende. Anlässlich des 250. Todestages sollte an den Menschen und Komponisten Georg Friedrich Händel erinnert werden. „Die Kirche war voll wie sonst nur zu Heiligabend“, freute sich Vorstandsmitglied Gerhard Kruspe vom Förderverein. Ins Leben gerufen hatte die Veranstaltung Rotraut Rothe mit ihrem Lebensgefährten und pensionierten Berufsmusiker Wolfgang Freytag, die diese Aktion für das Mehrgenerationenhaus ins Leben gerufen hatten. Erste Ideen gibt es jetzt schon für eine Veranstaltung zum 200. Geburtstag des Komponisten Robert Schumann im kommenden Jahr. kau


PNN 24.02.2009 

Jung und Alt gestalten Händel-Soirée
Nuthetaler Mehrgenerationenhaus bereitet Konzert zum 250. Todestag des Komponisten vor

Nuthetal – Eine Händel-Soirée veranstaltet am 28. Februar das Mehrgenerationenhaus Nuthetal. Es findet jedoch in der Bergholzer Kirche (Beginn 18 Uhr) statt. Ein von Jung und Alt gestaltetes Programm will an den Barockkomponisten Georg Friedrich Händel anlässlich seines 250. Todestages erinnern, sagte die kommissarische Leiterin des Mehrgenerationenhauses, Rotraut Rothe, den PNN. Weil es für ein solches Vorhaben im eigenen Haus zu eng sei, habe man das Angebot des Vorsitzenden des Gemeindekirchenrates, Götz Doyé, gern angenommen, das Konzert in der Bergholzer Kirche zu veranstalten. Im Anschluss werde es aber im Mehrgenerationenhaus noch Zeit für Gespräche bei Imbiss und Wein geben. Kooperationspartner für die Veranstaltung sind die Akademie 2. Lebenshälfte und der Nuthetaler Seniorenbeirat.

Am Sonntag wurde für das Vorhaben noch einmal gemeinsam geprobt. „Der Sinn unserer Arbeit ist es, generationsübergreifend zu wirken“ so Rotraut Rothe, die den Abend selbst moderieren wird. So wählte der pensionierte Berufsmusiker Wolfgang Freytag Werke aus den Werken Händels, die auch für Kinder spielbar sind. Als Musikanten wirken auch neun- bis elfjährige Schüler mit, so Gemma Sedrakian, Violine, Jessica und Mak Kljuniÿ, Flöten, sowie Konstantin Thiersch, Keyboard. Auch der Nuthetaler Künstler Rolf Jansen ist dabei, der auf seiner Blockflöte musiziert. Erklingen werden Auszüge aus Händels populären Piecen, die Feuerwerks- und Wassermusik, Werke von melodischem und packendem Schwung, sowie Sonaten und die Pastorale aus dem weltberühmten Oratorium „Der Messias“. Auch Prosa wird an diesem Abend zu hören sein. Gelesen wird sie von Barbara Valentin, Gerhard Kruspe und Egon Mücke.

Die Soirée ist für die ganze Familie gedacht, „die den Musiker Händel auch als Menschen mit seinen Stärken und Schwächen zeigt“, so Rotraut Rothe. Gemeinsam habe man Anekdoten und Geschichten über Händel gefunden, die ihn als derben, humorvollen, hitzig, ja jähzornigen Barockmenschen zeigen. Sogar als Duellant wird er vorgestellt. Zudem solle daran erinnert werden, dass der Komponist als wohltätiger Geschäftsmann auftrat. So habe er einem Londoner „Findelhause“ alle Einnahmen aus seinem „Messias“ zukommen lassen.

Der gebürtige Hallenser ging mit 18 Jahren nach London. Er machte die britische Hauptstadt zeitlebens zu seinem Wohnort. Die Engländer betrachten ihn heute noch als ihren Nationalkomponisten. So ist es nicht verwunderlich, dass Königin Elisabeth II. neben Bundespräsident Horst Köhler auch die Schirmherrschaft über die diesjährigen Händel-Festspiele in Halle übernommen hat. Ute Kaupke

Der Kartenvorverkauf findet bis Mittwoch von 15 bis 18 Uhr im Nuthetaler Mehrgenerationenhaus, Schlüterstraße 46 in Bergholz-Rehbrücke, statt. Der Eintritt beträgt 5 Euro, Schüler haben freien Eintritt. Informationen über Tel. (033200) 55642

 


23.02.2009/MAZ
Händel verbindet Jung und Alt
Mitstreiter im Nuthetaler Generationenhaus organisieren zum 250. Todestag musikalischen Abend

NUTHETAL - Georg-Friedrich Händel soll in Nuthetal junge und alte Menschen zusammenbringen.

Damit das Vorhaben gelingt, haben gestern Vormittag vier Kinder und drei Erwachsene im Mehrgenerationenhaus – die Alte Schule in Bergholz – einzelne Passagen der Wasser- und Feuerwerksmusik des deutsch-britischen Komponisten eingeübt. Die sieben Musiker führen die Stücke am Samstagabend in der Bergholzer Kirche auf. Anschließend werden alle Künstler und Zuschauer den Abend im Generationenhaus ausklingen lassen.

Die Idee für den Händel-Abend mit Musik, Informationen sowie Anekdoten aus dem Leben des Künstlers ist Rotraut Rothe, Chefin des Generationentreffs, gekommen als sie in der Weihnachtszeit ein Konzert im Fernsehen gesehen hat. Nebenbei sei erwähnt worden, dass anlässlich des 250. Todestags des Musikers Veranstaltungen in ganz Deutschland geplant sind. „Da habe ich sofort gedacht, dass eine solche Veranstaltung eine tolle Sache für Nuthetal ist“, sagt Rothe.

Der Gedanke, Händel nach Nuthetal zu holen, ließ die Leiterin des Hauses nicht mehr los. Nach sie ihre Idee in der Vorstandssitzung des Fördervereins „Begegnungshaus der Generationen Nuthetal“ vorgestellt hatte, erhielt sie sofort die Unterstützung der Mitglieder. Des siebenköpfige Ensemble war schnell zusammengestellt: die neunjährigen Mädchen Gemma (Violine) und Jessica (Blockflöte), die elfjährigen Jungen Mak (Querflöte) und Konstantin (Keyboard) sowie die Erwachsenen Liane Wunderlich (Orgel), Wolfgang Freytag (Oktavgeige und Violine) sowie Rolf Janssen (Blockflöte).

Diskussionen hat es im Verein über den Veranstaltungsort gegeben. Zuerst sollte das etwa einstündige Konzert im Mehrgenerationenhaus stattfinden. „Damit mehr Leute Kulturgenuss erleben können, haben wir uns jedoch für die Kirche entschieden – die befindet sich direkt neben dem Generationenhaus“, erklärt Schatzmeister Werner Wienert. Dieser Entschluss zog die Suche nach einem Organisten nach sich. Schließlich dürfe bei einem Konzert im Gotteshaus der Klang der Orgel nicht fehlen.

Die Suche nach einem Musiker gestaltete sich nicht ganz einfach. „Die Organistin, die normalerweise auf dem Instrument spielt, ist am Tag des Konzerts nicht im Ort“, sagt Rothe. Ein Bauarbeiter vermittelte schließlich eine geeignete Besetzung. Er ist an der fachgerechten Restaurierung des denkmalgeschützten ehemaligen Schulgebäudes beteiligt. Die Sanierung ist in Nuthetal neben dem Aufbau des Treffs für Jung und Alt fester Bestandteil des Projekts „Mehrgenerationenhauses“.

Neben Klanggenüssen werden die Zuhörer einige Anekdoten aus dem Leben Georg-Friedrich Händels erfahren. Dafür haben die Mitglieder des Fördervereins die Biographie des Komponisten gründlich durchforstet. „Händel war kein Gourmet, sondern ein Vielfraß“, sagt Wienert. So habe der Musiker einmal in einem Gasthaus drei Essen bestellt. Die seien ihm jedoch nicht gebracht worden, weil das Personal noch auf seine Begleiter wartete. Darauf soll er geantwortet haben: „Die Gesellschaft bin ich“. (Von Elke Kögler)



Alte Schule kann weiter saniert werden
JST MAZ v. 15.01.09
NUTHETAL - Die weitere Sanierung des Nuthetaler Mehrgenerationenhauses ist gesichert.

Die Gemeinde will in diesem Jahr 75.000 Euro dafür bereit stellen. Darauf verständigten sich am Dienstag Ortsentwicklungs- und Finanzausschuss in einer gemeinsamen Sitzung. Die abschließende Zustimmung der Gemeindevertretung gilt nun als sicher.

Mit dem Votum ist auch der Weg frei, Fördermittel in gleicher Höhe beim Kreis zu beantragen, der für 2009 ein Programm zur Unterstützung von Generationenhäusern aufgelegt hat. Sollte der Nuthetaler Antrag bewilligt werden, könnten 150 000 Euro in die weitere Sanierung der Alten Schule in Bergholz fließen, die mit tatkräftiger Unterstützung freiwilliger Helfer Schritt für Schritt in ein Mehrgenerationenhaus verwandelt wird. In der Ausschuss-Debatte hatte sich auch Bauamtsleiter und Bürgermeister für die Einstellung der Mittel stark gemacht. 'Das Pflänzchen ist am Gedeihen - nichts ist tödlicher, als jetzt das Gießen einzustellen,' sagte Bauamtschef Torsten Zado. Der Förderverein hatte zuvor ein Konzept vorgelegt, wie die Gelder eingesetzt werden sollen. (jst)




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in betagtes Haus weckt Emotionen und mobilisiert Kräfte
Bautrupp aus freiwilligen Helfern legt sich ins Zeug, um der alten Schule in Bergholz eine neue Zukunft als Generationenhaus zu geben
 MAZ v. 17.12.08
NUTHETAL Wenn Menschen mit Herzblut an die Arbeit gehen, sind Emotionen mit im Spiel, die ungeahnte Kräfte freisetzen können. In Nuthetal schafft es ein betagtes Haus, diese Kräfte zu mobilisieren: die alte Schule in Bergholz. An der Rettung des denkmalgeschützten Gemäuers arbeiten seit zwei Jahren der Förderverein „Begegnungshaus der Generationen“ und ein Bautrupp freiwilliger Helfern, die sich jeden Donnerstag ins Zeug legen, um der alten Schule eine neue Zukunft zu geben. Schritt für Schritt soll sie in das Mehrgenerationenhaus Nuthetals verwandelt werden. Was die Akteure erreicht haben und was sie noch schaffen wollen, das erzählten sie jetzt der Presse.

In drei Räumen hat die Zukunft bereits begonnen: Saniert ist der offene Tagestreff, der Kreativraum für den Verein „Die Brücke“ im Obergeschoss und ein Raum im Erdgeschoss, der für Veranstaltungen genutzt werden soll.

Wilfried Jahnke, beim Förderverein für das Bauen zuständig, zählte in diesem Jahr 1800 Arbeitsstunden, die die freiwilligen Helfer leisteten. Er hat auch ausgerechnet, welche Wertsteigerung damit verbunden war. 2008 hat die Gemeinde 20 000 Euro für die Sanierung des Hauses bereit gestellt, der Kreis 5000 Euro. Die Helfer erbrachten 17 000 Euro an Bauleistungen, schätzt Jahnke. Im Jahr davor seien es 14 000 Euro gewesen. Die gemeinsame Arbeit schweißt zusammen, sagt er.

Zum Adventsmarkt zeigte sich auch die Verbundenheit der Bürger mit der alten Schule: Hunderte strömten durchs Haus, wollten schauen, wie es jetzt aussieht. Viele von ihnen gingen selbst in die alte Schule oder haben Eltern, die dort die Schulbank drückten. Kein Zweifel: Das alte Haus weckt Emotionen und ist ein Identitätsstifter.

Daran haben auch Querelen im Vereinsvorstand nichts geändert (MAZ berichtete). Der neu gewählte Vorstand um Vereinschefin Elvira Schmidt hat die alten Konflikte schnell zu den Akten gelegt. „Der Vorstand kümmert sich um die eigentliche Arbeit und beschäftigt sich nicht mehr so viel mit sich selbst“, sagt Jahnke. Für den Verein könnte 2009 ein entscheidendes Jahr werden: Mittel aus einem Förderprogramm des Kreises sollen gesichert werden, um die Sanierung voranzutreiben. Zugleich Zugleich soll das Haus weiter mit Veranstaltungen belebt werden, die vor allem eins erreichen sollen: die Generationen zusammenbringen. Und eine neue Leiterin soll bis Ende Januar 2009 gefunden werden, die sich diesem Ziel widmen wird. Sieben Frauen, alle aus der Region, haben sich beworben.

Gebraucht werden aber auch ganz praktische Dinge, die jetzt auf dem Weihnachtswunschzettel der Vereinsmitglieder stehen (siehe Infokasten). Zum Beispiel eine Handkreissäge, um die neuen Dielen für die Fußböden zurechtschneiden zu können.

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