Zukunft Mehrgenerationenhaus
Der Nuthebote, Heft Juli/August 2011, S. 23
Noch
immer fehlt im Mehrgenerationenhaus der behindertengerechte
Zugang und die Kellerwände der Alten Schule in der
Schlüterstraße müssen trocken gelegt werden. Nachdem zum
Neujahrsempfang Bürgermeisterin Ute Hustig das Haus praktisch
übergeben hatte, fehlen noch immer geschätzte 75.000 Euro zur
kompletten Fertigstellung. Problem ist der Höhenunterschied von
1,5 Metern, den Behinderte zu überwinden haben, um
Veranstaltungen im Erdgeschoss des Hauses besuchen zu können.
Die freiwilligen Bauhelfer kommen nicht weiter. Am Panoramaweg
haben sie schon die Koppeleinzäunung entlang des Weges
repariert. Bei Umbauten im Jugendklub Saarmund wollen sie
helfen. Es droht das Aus dieser jahrelangen Initiative der
Rentnerbrigade, die bereits 8.000 Stunden im
Mehrgenerationenhaus geleistet hat. Auszubremsen und wieder neu
aktivieren ist schwer, berichtet Wilfried Jahnke,
Vorstandsmitglied des Fördervereins Begegnungshaus der
Generationen Nuthetal. Der Verein beantragte deshalb, wenigstens
10.000 Euro aus dem Gemeindesäckel für das gemeindeeigene Haus
freizugeben. Seit 2008 flossen 188.000 Euro von insgesamt
343.000 Euro Bauleistungen aus dem kommunalen Haushalt in die
Sanierung. Der Ortsentwicklungsausschuss hat am 14.Juni der
Bürgermeisterin empfohlen, mit einer Eilentscheidung das Geld zu
bewilligen. Das werde in den Fraktionen beraten und in der
nächsten Gemeindevertretersitzung mit einer positiven
Entscheidung bestätigt.

Panoramaweg „komplett“: Die Augen für
Natur und Kunst öffnen
Es
ist vollbracht. Erste Kunstprojekte sind am
Kinder-KunstNaturpfad entlang des Rehbrücker Panoramaweges am
31. Mai der Öffentlichkeit übergeben worden. Damit ist das
Konzept umgesetzt. Unter Dudelsackklängen des Rehbrücker
Volkskünstlers Rolf Janssen zog das versammelte Publikum den Weg
entlang.
Bürgermeisterin Ute Hustig dankte Schülern, Lehrer und Senioren
für dieses gemeinsame Projekt. Es sei „ein lebendiges Beispiel
für ehrenamtliches Engagement, für ein Miteinander der
Generationen". Die 2007 von der Rehbrücker Biologin Edelgard
Sachs ins Leben gerufene Aktion, den Panoramaweg mit Kindern zu
gestalten, ist breiter geworden. Die Akademie 2. Lebenshälfte,
der Jugendklub Die Brück e.V., das Mehrgenerationenhaus, der
Seniorenbeirat Nuthetals, Handwerker des Ortes und die
Grundschule mit ihrem Förderverein für Groß und Klein a
beiten hier Hand in Hand. Das "Müllprojekt" sei "ein Finqerzeig
an die Bevölkerung", ihre Abfälle nicht in die Umgebung zu
entsorgen, so Hustig. In einem Schaukasten sind dazu Abfälle
montiert worden, die die Kinder teilweise am Wegesrand gefunden
hatten. Sachs deutet das Bild anders. Sie möchte, dass jeder
seinen eigenen Müll wieder mitnehmen solle. Dann müssen auch
keine weiteren Papierkörbe aufgestellt werden.
Aus
dem Graffiti-Projekt "generationenübergreifendes Sprayen" des
Jugendklubs sind drei Objekte am Wegesrand zu finden, im grünen
Klassenzimmer nahe der Schule weitere fünf und im
Mehrgenerationenhaus ein Objekt. Die Rentnerbaubrigade des
Mehrgenerationenhauses reparierte in 100 freiwilligen Stunden
den Koppelzaun entlang des Weges. Im Rahmen des "neigungsdifferenzierten
Unterrichts" im Fach Kunst nahmen mit Hilfe der Lehrerinnen
Marlis Schramm und Elke Brandenburger Ideen Formen an. "Otto
Il.", ein unter dem Motto "Mit allen Sinnen genießen" bunt
gestalteter Baumstamm, findet sich am Rand der Rehbrücker
Gartenstadt. Bunte Libellen, Schmetterlinge, Lippen, Augen und
Finger sind darauf zu entdecken. "Otto I." dagegen steht schon
im grünen Klassenzimmer der Grundschule, berichten die Kinder.
Bunte, steinerne Käfer werden auf einem Baumstamm zum "großen
Krabbeln". Zum Sommerfest in der Grundschule wurden im Juni
ähnliche Steine verkauft. Das Projekt "Die Ravensberge im Wandel
der Jahreszeiten" soll noch eine Bank zum Verweilen
hinzubekommen, berichtet Bergholz Rehbrückes Ortsvorsteherin
Annerose Hamisch Fischer. Gegen den Hundekot am Wegesrand soll
demnächst auch etwas unternommen werden, erzählt Elke
Brandenburger. Mit kleinen Fähnchen und der Aufschrift "Haufen
sucht Herrchen" wollen Kinder die Hundebesitzer in der Gemeinde
motivieren, endlich die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge
nicht den Mitbürgern vor den Füßen liegen zu lassen.
Die
Schulkinder beschäftigen sich schon in vierter Saison mit
verschiedenen Pflanzen. Sie sollen sensibilisiert werden für die
Schönheiten der Natur. Kunsttischler Eberhard Kyntschl stellte
neue Schilder zur Verfügung, die Rolf Janssen mit den Kindern im
Kunstunterricht gestaltete. Jetzt zeigen die bunten Schilder dem
Passanten wieder, was am Wegesrand steht. Das gefundene Wissen
um die Patenpflanzen tragen die Schüler jeweils zur Eröffnung
vor. So auch im Mai. An den Enden des Panoramaweges stellen
Schautafeln die diesjährigen Patenpflanzen vor. Das Projekt wird
aus Lottomitteln des Landes gefördert und erfreut sich
wachsender Beliebtheit.
Ute Kaupke
Der Nuthebote, Heft Juli/August 2011, S. 45, Kinderseite

Die romantische Melodie von
Bach bis Beatles,
„Menschen von um die
Ecke“ musizieren aus Freude an der Musik,
Der Nuthebote, Heft
03/2011, S.15
Das Mehrgenerationenhaus
Nuthetal lädt zur dritten Soiree in die Bergholzer Kirche ein.
Nach Händel und Schumann dreht sich am 12. März ab 17 Uhr alles
um" Die romantische Melodie von Bach bis Beatles " des 16. bis
20. Jahrhunderts. Es musizieren und singen Menschen im Alter von
10 bis 80 Jahren. Zum zweiten Mal wirkt die Chorgemeinschaft
Potsdam‑Rehbrücke e. V unter der künstlerischen Leitung von Prof
Dr. Hans‑Joachim Zunft mit. Das Programm wurde wieder von
Rotraut Rothe vom Förderverein "Begegnungshaus der Generationen
Nuthetal e.V" und dem pensionierten Berufsmusiker Wolfgang
Freytag zusammengestellt. Gemeinsam mit dem Schüler Bendix Lippe
wird Rothe unterhaltsam durch das Programm führen, das für die
ganze Familie etwas bereit hält. Die Proben laufen auf
Hochtouren. "Es ist kein normales Kirchenkonzert. Das Besondere
ist, dass Berufs‑ und Amateurmusiker mit Kindern gemeinsam
musizieren ", ist sie von der generationenübergreifenden Arbeit
begeistert. Freytag selbst wird Querflöte und Oktavgeige
spielen. Die 10jährige Jessica Kljunic ist die Jüngste
(Sopranblockflöte und Klarinette). Gemma Sedrakian (Violine),
Mak Kljunic (Querflöte) und Konstantin Thiersch (E-Piano) sind
wieder mit von der Partie wie auch der Nuthetaler Künstler Rolf
Janssen. "Es macht Spaß, mit einem richtigen Musiker zu üben",
beantwortet Gemma die Frage, warum sie diese Mühe auf sich
nimmt. Profi wolle sie nicht werden.
Die Idee zu diesem
Konzert tauchte im Freundeskreis auf. Eine Melodie erklang.
Keiner wisse, dass diese Noten vor 200 Jahren geschrieben worden
seien: romantische Melodien. Freytag hat wegen der
ungewöhnlichen Besetzung des Abends alle Arrangements neu
geschrieben.
Robert Schumann, Mike
Oldfield, auch Dirk Michaelis mit seinem Lied "Als ich fortging"
sind im Programm. Bekannt ist Maffays Lied "Ich wollte nie
erwachsen sein" aus "Tabaluga Ausklingen wird das Konzert mit "
Hey Jude von Paul Me Cartney. " Alles, was Beine hat, spielt und
singt im Finale mit", kündigt Freytag an. Mehr will er nicht
verraten.
Mit dem Repertoire
scheint die Chorgemeinschaft sich einem neuen Stil zu öffnen.
Ihre Programme seien schon immer recht gemischt ausgewählt
worden, entgegnet Zunft. Es liege einfach an den Arrangements
von Freytag. Einen "grundlegenden Stilwechsel" des Chores gebe
es nicht.
Mit einem kleinen Empfang
im benachbarten Mehrgenerationenhaus kann der Abend bei einem
Glas Wein und Kanapees gesellig ausklingen. Den Charme der
Veranstaltung mache aus, dass es "Menschen von um die Ecke "
sind, weiß Rothe von Gästen, "man kennt sich, man kennt die
Kinder. Das ist spannender als wenn fremde Musiker auftreten. Es
ist für uns überwältigend, welchen Zuspruch die Veranstaltungen
finden. Die Kirche mit ihren 180 Plätzen ist immer rappelvoll. "
Aus Nuthetal, Potsdam, selbst Berlin reisen die Gäste an. Das
sei Anerkennung und Motivation. Besucher haben erzählt, dass sie
überall Konzerte besuchen könnten, aber dass hier mit Kindern
musiziert werde,
Ute Kaupke


Nuthetaler
Mehrgenerationenhaus unter neuer Leitung
Der Nuthe-Bote, Heft 2/2011
Seit Jahresbeginn steht
das Nuthetaler Mehrgenerationenhaus unter neuer Leitung. Der
56-jährige Pädagoge Karlheinz Richter aus Potsdam löst Annerose
Gentsch ab, die sich in den Ruhestand verabschiedete. Der
"familiäre Charakter ", das ehrenamtliche Engagement in der
Kommune und im Haus gefallen ihm. Gerade diesen Charakter könne
das Haus" im europäischen.Jahr der Freiwilligenarbeit als
wesentlichen Beitrag hinaustragen und regionale Verknüpfungen
herstellen meint er. Richter, der von 1997 über acht Jahre das
Bürgerhaus Am Schlaatz leitete, hatte sich danach der
Jugendsozialarbeit und Berufsorientierung junger Menschen in
Berlin gewidmet.
Es liegt ihm, Programme
zu entwickeln, Netzwerke aktiv mitzugestalten und
Veranstaltungen für Jung und Alt vorzubereiten. Er setze sich
gern den Hut auf, trage Verantwortung, vermittelte er. Mit
seiner Leidenschaft für den Sport hat er sich Ausdauer
antrainiert. "Ich will Grenzen überwinden, nicht aufgeben. Es
gibt immer eine Lösung", zeigt er Zielstrebigkeit.
Anknüpfungspunkte will er finden, dazu mit der
Gemeindeverwaltung, Vereinen und Einrichtungen ins Gespräch
kommen. Nach der "Zukunftswerkstatt Alte Schule" von 2007 könnte
eine Ideenkonferenz die damaligen Vorstellungen abrechnen und
aktualisieren. Am Profil des Hauses will er weiterarbeiten, mit
dem Kinder‑ und Jugendklub Die Brücke e. V im Hause die
Zusammenarbeit intensivieren. Im Prinzip sei das Haus ein
Vier‑Generationenhaus: Kinder, Eltern, Großeltern und
Hochbetagte gehen hier ein und aus.
Aus seiner Sicht ist
beispielsweise Ernährungsberatung von aktuellem Interesse.
Adipositas als Gesundheitsproblem könne mit dem Deutschen
Institut für Ernährungsforschung und der Grundschule für alle
Altersgruppen interessant aufgearbeitet werden. Auch bei der
Veranstaltungsreihe "Kulinarische Weltreise" des Jugendklubs
wolle er generationenübergreifend mitmischen Gute Chancen sieht
er für Veranstaltungen zur Gesundheitsprävention wie Yoga für
Senioren, Qi Gong oder Wirbelsäulengymnastik. Themenwanderungen
will er ausbauen. "Das Haus ist eben ein offener Treff eine
Drehscheibe für die unterschiedlichsten Vorhaben" fasst er
zusammen und will immer ein Ohr für die Bedürfnisse aller
Generationen haben.
Ob Ehrenamtstauschbörse,
Altenhilfe, Gedächtnistraining, Betreuung von Kindern, Bildung,
Beratung, Vorträge, Lesungen, Ausstellungen, Naturheilkunde,
Medienkompetenz oder Patenschaften: nichts scheint auf
Machbarkeit ungeprüft zu bleiben. Auch Termine wie Sommerfest,
Nuthetal‑Crosslauf oder Adventsmarkt stehen in seinem Kalender.
Mindestens mitwirkend will sich das Mehrgenerationenhaus
kooperativ einbringen. Aktuell werden Menschen gesucht, die
Schülemachhilfe für Deutsch, Mathe und Englisch übernehmen
können oder die ihre Erfahrungen weitergeben oder auch
Hochbetagte betreuen wollen, vermittelt Richter.
Ute Kaupke


Das Mehrgenerationenhaus lädt ein
in die neuen Räume
Der Nuthe-Bote, Heft
2/2011, Reihe Gesellschaft
Das Leben in unserem
Mehrgenerationenhaus in Bergholz kann ab Januar 2011 noch
umfangreicher und vielfältiger werden als in den zurückliegenden
Jahren. Stand bisher, bedingt durch die Nutzung bei
gleichzeitigen Bauarbeiten, immer nur ein Veranstaltungsraum
zur Verfügung, so sind es jetzt zwei und bei Bedarf auch drei.
Der große Klassenraum (51
qm) wurde kurz vor Weihnachten fertig. Er lässt sich bei Bedarf
mit Hilfe einer mobilen Trennwand teilen, die einen guten
Schallschutz zwischen den Räumen gewährleistet. Durch die
Wiederherstellung der zu DDR‑Zeiten zugemauerten Fenster ist ein
heller, freundlicher Raum entstanden. Mit den neuen Stühlen
können bei einer Kinobestuhlung mehr als 60 Plätze geschaffen
werden. Durch den Einbau einer Akustikdecke gibt es einen
angenehmen Raumton. Mit dem fest installierten Beamer in
Verbindung mit DVD‑Spieler bzw. Laptop ist eine moderne
Vortragstechnik vorhanden. Wir sind unserem Tonmeister, Herrn
Illing, dankbar für seine Unterstützung und Mitwirkung.
Bereits im Juli haben wir
den Clubraum (26 qm) fertiggestellt. Auch hier ist durch die
Wiederöffnung und Herstellung alter Fenster ein schöner, heller
Raum entstanden. Das Holzpaneel und die Dielen in Verbindung mit
der neuen Möblierung und den Dekos schaffen eine angenehme,
anregende, aber auch gemütliche Atmosphäre. Diese wird durch die
seit dem Adventsmarkt gezeigte Ausstellung der Arbeiten des
Malers und Grafikers, Roman Reske, noch unterstrichen.
Wir laden alle ‑Vereine,
Arbeits‑ und Interessengemeinschaften, Parteien, Zirkel und
Familien ‑dazu ein, dieses Raumangebot zu nutzen.
Im Laufe des Jahres haben
wir bei den Bauarbeiten interessante Bauelemente wieder entdeckt
oder in alten Zeichnungen gefunden, die unser
chronikinteressiertes Brigademitglied Jörg Oldenburg ausgegraben
hatte. So haben wir zum Klassenraum zufällig eine große
Türöffnung mit Stichbogen entdeckt. Die Holz-Glas-Wand im
Eingangsbereich hat ihren Ursprung in Zeichnungen des Jahres
1947, die uns die damalige Eingangsgestaltung zeigten. Gemeinsam
mit unserem Architekten, Peter Dreykluft, wurden in Abstimmung
mit der Denkmalschutzbehörde die vorhandenen Planungen
kurzfristig geändert.
Wir haben noch andere
historische Bauelemente gefunden, so z.B. Mauerwerksanker oder
Mauernischen, die uns weitere spannende Rätsel zum Haus
aufgeben.
Im EG wurden mit dem
Damen‑WC und dem Flur weitere Räume zum Jahresende
fertiggestellt. Im OG kann das Computerkabinett in Betrieb
genommen werden. Die Verbindung von sichtbaren Teilen des alten
Dachstuhles mit modernen Glaswänden wurde hier fortgesetzt. Die
Arbeiten im OG, das durch den Jugendclub "Die Brücke e.V."
genutzt wird, sind damit im Wesentlichen abgeschlossen. Wie
haben sich die Bedingungen für den Jugendclub verändert, wenn
wir das mit den Zuständen vor 3 Jahren vergleichen!
All das, was in 2010
geschaffen wurde, ist in erster Linie dem Einsatz unserer
"Rentnerbrigade" zu verdanken. Mit 3100 freiwilligen und
unbezahlten Einsatzstunden wurde nochmals eine Steigerung
gegenüber den Vorjahren erreicht. All ihre Mitglieder, es waren
18, sind offenbar von dem Virus befallen, in einer tollen
Gemeinschaft etwas Sinnvolles für den Verein und das Gemeinwohl
zu schaffen. Es macht allen immer noch Spaß, und es besteht der
Wille, weiter zu machen. Etwa 85.000 Euro an Lohnleistungen
wurden insgesamt bisher erbracht. Unterstützt und bei Laune
gehalten werden wir dabei durch die Frauen, die uns ebenfalls in
ihrer Freizeit mit Essen und Trinken versorgen.
Dank gilt wie in den
Vorjahren auch den Handwerksbetrieben, die im MGH tätig waren.
Dabei haben sie immer mal mehr gemacht als vertraglich
vereinbart, Material oder Leistungen gespendet und so ihre
Verbundenheit mit der Alten Schule gezeigt. 12 Firmen waren
beteiligt, sieben davon aus Nuthetal.
Möglich sind alle
Aktivitäten nur, wenn das nötige Geld da ist. Unsere
Gemeindevertreter haben aus dem Haushalt 2010 85.000 Euro
bewilligt, dazu kamen 10.000 Euro von der Denkmalschutzbehörde
des Kreises, Im Oktober kamen dann sogar noch 52.000 Euro aus
dem Konjunkturprogramm des Bundes hinzu, mit denen die Fassade
und das Dach des zweigeschossigen Teiles in Angriff genommen
wurden. Leider kam der strenge Winter etwa zwei Wochen zu
zeitig, weshalb die Arbeiten unterbrochen werden mussten. Ein
großes Dankeschön an alle, die an der Bewilligung der Gelder
mitgewirkt haben.
Am 21. Januar 2011 wurden
die neuen Räume im Rahmen des Neujahrsempfangs der
Bürgermeisterin offiziell zur Nutzung übergeben. Ein kleines
Kulturprogramm erfreute die Teilnehmer. Eine außergewöhnliche
Geste der Verbundenheit mit dem MGH zeigte Frau Schran, die dem
Verein eine Originalzeichnung eines Rehbrücker Malers übergab,
und Herr Schliesser als Leiter des Patchworkkurses, der ein
Gemeinschaftswerk der Beteiligten für das Haus überreichte.
Wie geht es nun weiter?
Es ist noch einiges zu tun. Das Behinderten‑WC und der
behindertengerechte Zugang, der über die Terrasse erfolgen soll,
sind noch nicht begonnen. Das Treppenhaus muss fertig werden.
Die Außenanlagen in Verbindung mit den völlig maroden Schuppen
sind in Angriff zu nehmen.
Für dieses Jahr ist im
Haushalt wegen der angespannten Finanzlage kein Geld für die
Weiterführung der Bauarbeiten vorgesehen. Das bedeutet, dass die
Arbeiten eingestellt werden müssen. Es ist schade, dass die
Kapazitäten der "Rentnerbrigade" so ungenutzt bleiben. Wir
hoffen, dass sich im Nachtragshaushalt doch noch Möglichkeiten
ergeben. Die "Jungs" zwischen 60 und 75 sind alle noch heiß,
weiter zu machen.
Wilfried Jahnke


Erster Neujahrsempfang
MAZ vom 22.01.2011



Weihnachtsrückschau:
Bergholz-Rehbrücke … … und Nudow
Ortsgeschichte für jedermann auf dem Adventsmarkt in Bergholz
Der Nuthe-Bote, Heft 1/2011
Der
Ortsverein Bergholz‑Rehbrücke e.V. stellte den neu gegründeten
Geschichtsverein Nuthetal in einer kleinen Ausstellung im
Schäferhof vor. Wieder war dem Ortsverein der schöne Raum im
Haupthaus des Schäferhofes zur Verfügung gestellt worden, wofür
wir uns hier nochmals bedanken. Die Ausstellung sollte eine
kleine Kostprobe sein zum Mitmachen bei der Erforschung der
Heimatgeschichte. Leihgaben aus der Bergholzer Bauernstube von
Marlies und Hans Pharao und von Fritz Paul aus Saarmund wie
Publikationen über unsere Ortsgeschichte und Karten wurden
gezeigt. Großer Anziehungspunkt, besonders für Familien, war
Gertraud Schade ein Spinnrad, die die ganze Öffnungszeit über
Schafwolle spann. Die Ortschronistin und Vorsitzende des
Geschichtsvereins, Annett Böhm, und weitere Mitglieder des
Vereins aus Saarmund und Nudow suchten das Gespräch mit den
Besuchern.
Erika Haenel


2010
04.12.2010
Alt und modern
Mehrgenerationenhaus vom Land ausgezeichnet
Das
Mehrgenerationenhaus Nuthetal nähert sich seiner Fertigstellung.
Bei laufendem Veranstaltungsbetrieb wird die einstige Bergholzer
Schule seit 2007 abschnittsweise umgebaut. Das aus dem Jahr 1894
stammende Gebäude gehört der Kommune. Der Computerraum im
Obergeschoss für den Jugendklub „Die Brücke“ ist jetzt
hergerichtet. Die Kombination von Holz und Glas sorgt für
Transparenz und Licht. Erzeugt wird ein spannender Kontrast
zwischen Alt und Modern im denkmalgeschützten Haus.
Auch im großen Veranstaltungsraum im Erdgeschoss ist die Dielung
bereits fertig. 250 000 Euro von Kommune und aus den Fonds für
den Denkmalschutz wurden bisher verbaut. Von den freiwilligen
Bauhelfern sind 8000 Stunden geleistet worden. Wert: 80 000
Euro. Eine gute Zusammenarbeit gebe es mit ortsansässigen
Firmen, die Leistungen teilweise sponsern, erklärte Nuthetals
Bauamtsleiter Torsten Zado. Die Kosten liegen damit – und durch
Abspecken des Entwurfs – bei der Hälfte der ursprünglichen
Architektenschätzung. Während des Adventsmarkts am morgigen
Samstag kann das Haus ab 14 Uhr besichtigt werden.
Im November gründete sich ein Fotoklub im Mehrgenerationenhaus.
Im kommenden Jahr wird sich eine Theatergruppe etablieren. Indes
ist der Behindertenzugang noch unklar, berichtet der
ehrenamtliche Bauleiter Wilfried Jahnke. Rollstuhlfahrer sollen
via Aufzug zur Terrasse und dann ins Haus kommen, aber das Geld
fehlt.
Beeindruckt zeigte sich der Chef der Brandenburger
Staatskanzlei, Albrecht Gerber, am vergangenen Donnerstag bei
einem Besuch. Dabei ehrte er den Förderverein des Hauses als
„Demografie-Projekt des Monats“. Im Rahmen des Programms
„Marktplatz der Möglichkeiten“ werden seit 2009 regelmäßig
Menschen gewürdigt, die mit Kreativität und Engagement ihr
lokales Umfeld den demografischen Herausforderungen anpassen. Es
geht um das aktive Zusammenleben der Generationen. Die
Initiativen sollen bekannt gemacht werden. Nachahmung sei
gewollt, begründet Gerber.
„Der Reichtum des Vereins besteht in den Menschen“, begründete
die Vorsitzende des Fördervereins Begegnungshaus der
Generationen Nuthetal, Elvira Schmidt, den Erfolg. Aktiv sind
viele Berufsgruppen vom Schlosser, Maurer, Orgelbauer, über den
promovierten Dolmetscher, Informationstechniker zum
Maschinenbauingenieur. Um in Zusammenarbeit mit der Akademie 2.
Lebenshälfte Senioren im Umgang mit PC und Internet zu
trainieren, sucht der Förderverein jetzt zehn Laptops. Gerber
riet, Lottomittel zu beantragen. Schmidt hofft indes auf die
Fortführung des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser, wie von
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder im Oktober
angekündigt. Ute Kaupke


PNN
14.06.2010
Wiedersehen an der alten Schule
Viel Lob für das Mehrgenerationenhaus
Nuthetal – Genau 121 offizielle Gäste strömten
am Samstag zum 1. Ehemaligentreffen in die Alte Schule in der
Bergholzer Schlüterstraße. Erinnerungen wurden wach, lange
Gespräche folgten, die Fotogalerie war dicht umlagert. Das
frühere Lehrerzimmer ist heute ein hell und frisch aussehender
Raum des Nuthetaler Kinder- und Jugendklubs „Die Brücke e.V.“.
Altes Fachwerk und modernes Glas fügen sich harmonisch zusammen
in dem jetzigen Mehrgenerationenhaus. „Als die provisorisch
eingezogene Decke von den ehrenamtlichen Bauhelfern abgerissen
wurde, kam uns der Staub von 60 Jahren entgegen. Auf drei Meter
Abstand konnten wir uns nicht mehr sehen“, berichtet Bauleiter
Wilfried Jahnke vom Förderverein des Begegnungshauses. Großen
Anklang fand am Nachmittag die Festveranstaltung in der Aula der
jetzigen Schule, die von drei Generationen gestaltet Gesang,
Lyrik und Schulgeschichte verband.
Ursula Kestin, aus Baden-Württemberg angereist, ging zuerst in
den Schulkeller. Sie erinnerte sich an die Kriegszeit: „Bei
Fliegeralarm sollten wir nach Hause flitzen, wenn wir es
schaffen. Sonst mussten wir im Keller Schutz suchen.“ Erwin
Günther erinnerte sich, dass die Schüler nach dem Krieg Kohle
mitbringen sollten, um den Klassenraum beheizen zu können. Edith
Soore bewegt die Geschichte ihres Lehrers Otto Arns, der nach
dem Krieg von zwei Männern aus dem Unterricht gerufen wurde.
Später habe er sich mit den Worten verabschiedet: „Wir werden
uns wohl nicht wiedersehen.“ „Wir Kinder protestierten, malten
Plakate, weil wir unseren Lehrer wieder haben wollten“, weiß
Erika Haenel noch. Das weitere Geschehen blieb am Samstag im
Verborgenen.
Sybille Kinzel, geborene Berendt, erzählte, als Schulkind nur
knapp mit dem Leben davongekommen zu sein. Die einzige
zerstörerische Bombe in Bergholz traf am 13. April 1945 ihr
Elternhaus in der Ravensbergstraße. An dem Tag durfte sie nach
einer Lungenentzündung erstmals wieder aufstehen. Die Tür des
„Bunkers“ war gerade zu, als von außen durch die Detonation das
Trittbrett der mütterlichen Nähmaschine aus dem Wohnhaus dagegen
flog.
Den weitesten Weg hatte Lothar Geisendorf zum Treffen zu
bewältigen. „Luftlinie 9000 Kilometer“, erzählt er lachend, der
seit 14 Jahren auf den Seychellen lebt und jährlich einen
Abstecher in die Heimat macht. „Lebendige Geschichte“ schwirrte
an diesem Tag durch den Ort, die es festzuhalten gelte, so die
Vorsitzende des Fördervereins für das Begegnungshaus, Elvira
Schmidt.
Besonders gedankt wurde den ehrenamtlichen Bauhelfern für ihre
Leistungen beim Ausbau des Begegnungshauses. Völlig überrascht
erhielt Gerhard Kruspe aus den Händen des Vorsitzenden des
Seniorenbeirates des Landkreises, Max Bauer, eine Ehrung für
seine unermüdliche Arbeit im Mehrgenerationenhaus, die
wöchentlichen ehrenamtlichen Baueinsätze seit September 2007 und
seine langjährige Arbeit als Gemeindevertreter. Er ist einer der
Ideenträger, die denkmalgeschützte Alte Schule in Bergholz als
Haus für Bürger und Vereine zu sanieren, ist Gründungs- und
Vorstandsmitglied des Fördervereins. Ute Kaupke


PNN
10.06.2010
Ehemalige treffen sich
in alter Bergholzer Schule
100 Gäste haben sich für Samstag angekündigt /
Ausbau zum Begegnungshaus geht voran
(10.06.10)
Nuthetal - Pünktlich zum „ Ehemaligentreffen“ im
alten Bergholzer Schulhaus wird mit Bibliothek und Toilette ein
weiterer Bauabschnitt des neuen Mehrgenerationenhauses fertig
werden. Alle Kraft setzen die ehrenamtlichen Bauhelfer daran,
bis Samstag fertig zu werden. „116 Jahre sind für die Alte
Schule kein rundes Jubiläum, aber noch länger wollten wir mit
dem Treffen nicht warten“, erzählte Rotraut Rothe vom
Förderverein des Begegnungshauses. Zeitzeugen, die noch etwas
zur Geschichte beisteuern können, werden weniger. Zudem wolle
man den Ehemaligen zeigen, wie das Haus in der Schlüterstraße 46
heute genutzt wird.
Viele Helfer arbeiten seit Monaten für das Gelingen des Tages.
An über 450 Adressen in ganz Deutschland, nach Dänemark und auf
die Philippinen wurden Einladungen verschickt. Eine Menge Fotos,
Klassenlisten, Schulhefte, Zeugnisse, eine Schiefertafel und
Schulranzen sind bereits zusammengetragen worden. Über 100 Gäste
haben sich angemeldet. Um 10 Uhr geht es mit Führungen in der
Alten Schule und der benachbarten Kirche los. Es werden die
Zeitensprünge-Ausstellung vom Jugendklub zu sehen sein und eine
Fotoausstellung. Ab 13 Uhr führen Schüler der heutigen 6.
Klassen mit Lehrerin Marlis Schramm durch „ihre“ Grundschule
„Otto Nagel“. Schramm ist selbst eine „Ehemalige“ der roten
Backsteinschule. Der Bau im nahen Andersenweg 43 hatte 1969 den
alten Schulstandort abgelöst. Seit einem Jahr steht auch dieses
Haus wegen der typischen DDR-Bauweise unter Denkmalschutz. In
der Aula im Andersenweg gibt es um 14 Uhr ein Programm mit
Streiflichtern der Schulgeschichte. „Die Alte Schule wäre aus
den Nähten geplatzt“, begründet die Vorsitzende des
Fördervereins Elvira Schmidt den Umzug in die Aula. Aber Neu und
Alt gehörten schließlich zusammen.
Vor drei Jahren war der „Förderverein Begegnungshaus der
Generationen Nuthetal“ gegründet worden. Ein Ehemaligentreffen
schwebte den Aktiven seither vor. Über 50 Helfer leisteten
bisher 8 200 Stunden am Ausbau der Schule zum Begegnungshaus.
Rund 180 000 Euro wurden von Kreis und Kommune dafür
aufgebracht. 75 Prozent der Arbeiten seien fertig, schätzt
Bauleiter und Vorstandsmitglied Wilfried Jahnke. 50 000 Euro hat
die Kommune 2010 für die Fortführung der Arbeiten zugesagt.
Weitere 30 000 Euro werden noch gesucht. Ein Veranstaltungsraum
soll durch einen Wanddurchbruch erweitert werden, erzählt
Jahnke. In den oberen Räumen des Hauses soll das
Computerkabinett des Jugendklubs fertiggestellt werden. Die
Umsetzung von behindertengerechtem Zugang und der restlichen
Sanierung der Backsteinfassade müssen bis 2011 warten.
Die Bibliothek soll indes den Charakter eines Klubraumes mit
Bücherausleihe erhalten, so Schmidt, die dort auch schon
Doppelkopf- oder Schachrunden sieht. Auf die Frage, was die
Bauhelfer machen, wenn das Haus fertig sei, hieß es: „Boule
spielen, wenn die Außenanlage fertig ist.“ Ute Kaupke


MAZ
01.06.2010
HISTORIE: Die
Schule kostete 16 000 Mark
Mehr als 100 frühere Schüler
und Lehrer treffen sich in ihrer alten Lehranstalt in Bergholz
NUTHETAL -
Es ist über 40 Jahre her, als Kinder das letzte Mal in der alten
Schule in Bergholz Unterricht hatten. Ihre Spuren sind Dank
sensibler Sanierer aber bis heute erhalten geblieben. Die
ausgelatschte Holztreppe ist der Beweis, dass hier unzählige
Kindergenerationen hoch und runter gerannt sind, bevor sie im
Klassenzimmer Mathe paukten. Einige Jahrzehnte später werden
viele dieser Kinder in ihre alte Schule zurückkehren. Über 100
frühere Schüler und Lehrer, die bis zur Schließung 1969 in
Bergholz das Alphabet gelernt haben, werden am 12. Juni zum
Ehemaligentreffen erwartet.
Die Organisatoren vom Förderverein
„Begegnungshaus der Generationen Nuthetal“ hatten zuvor
450 Einladungen in die ganze Republik und ins Ausland
verschickt. Den weitesten Weg hatte der Brief an den früheren
Schüler Arnold Hartwig, der heute auf den Philippinen lebt, an
diesem Tag wahrscheinlich aber nicht kommen wird.
Dafür sagte eine ehemalige Schülerin aus
Dänemark ihr Kommen zu. Sie kann sich wie die anderen 100
Eleven, die die Einladung dankend angenommen haben, ab 10 Uhr
auf einen Tag mit „heiter-besinnlichem Programm“ freuen, so
Rotraut Rothe vom Organisationsteam. Wie es sich gehört, gibt es
auch „Schülerspeisung“. Makkaronis mit Gulasch stehen auf dem
Speiseplan. „Tomatensauce wäre wegen der Kleckerei zu gefährlich
geworden“, witzelte Gerhard Kruspe. Er gehört zum Bautrupp aus
Freiwilligen, die sich in der Freizeit ins Zeug legen, um dem
alten Haus eine neue Zukunft zu geben. „Wir wollen zeigen, was
aus der Schule geworden ist“, sagt denn auch Rotraut Rothe. Den
ehemaligen Schülern sei schon mal verraten: Ihre Lehranstalt ist
jetzt ein Mehrgenerationenhaus, das Schritt für Schritt saniert
wird. Die Freiwilligen um Bauleiter Wilfried Jahnke wollen bis
zum 19. Juni auch den Bibliotheksraum und die Damentoilette
fertig haben. Dann wäre drei Viertel des Sanierungswerkes im
Innenbereich geschafft, sagt Jahnke.
Seit September 2007 haben die Bauhelfer
8200 Arbeitsstunden geleistet, was einer Wertschöpfung von etwa
82 000 Euro entspricht. Bis Ende 2009 gaben Gemeinde und Kreis
180 000 Euro für die Sanierung dazu. Die Rettung des Gebäudes
ist eine Erfolgsgeschichte, die freilich noch nicht zu Ende ist.
„Uns fehlen noch gut 20 000 Euro, um alle Ziele zu erreichen,
die wir uns für 2010 gestellt haben“, sagt Jahnke. Gebaut wurde
die Schule 1894. Die Gemeinde hatte zwei Angebote eingeholt:
Einen Schulbau für 16 000 oder für 20 000 Reichsmark. Die
Kommune wählte die billigere Variante, was ein Fehler war. Schon
zur ersten Inspektion beklagten die Prüfer undichte Türen und
wackelnde Schulbänke. (Von Jens Steglich)


PNN, 6. März 2009,
Potsdam-Mittelmark
Neue
Leiterin im Haus für Generationen Annerose Gentsch im Ausschuss
vorgestellt
Nuthetal - Mit Wirkung vom 1. März ist die
Leitung des Mehrgenerationenhauses Nuthetal in die Hände von
Annerose Gentsch gelegt worden. Am Mittwochabend wurde die
61-Jährige nach dem Auswahlverfahren den Mitgliedern des
Nuthetaler Sozialausschusses vorgestellt. Gentsch, hat 22 Jahre
als Lehrerin gearbeitet und war danach als Geschäftsführerin
eines Vereins für Behindertenarbeit tätig. Elf Jahre setzte sie
sich dabei für Behinderte ein. 2006 zog sie mit ihrem Mann nach
Potsdam. Der Vertrag der ersten Projektleiterin Elke Weißbach
war vom Förderverein im vergangenen Jahr nicht fortgesetzt
worden. Die Stelle musste neu ausgeschrieben werden.
Kommissarisch hatte Vereinsmitglied Rotraut Rothe die Arbeit
übernommen. Eine im Januar eingestellte Bewerberin konnte aus
gesundheitlichen Gründen die Aufgabe nicht ausführen. Aufgabe
der neuen Leiterin wird es unter anderem sein, die vielen
bereits entwickelten Veranstaltungsideen umzusetzen.
Ein voller Erfolg war bereits die von „Jung und Alt“ gestaltete
Händel-Soirée in der Bergholzer Kirche am vergangenen
Wochenende. Anlässlich des 250. Todestages sollte an den
Menschen und Komponisten Georg Friedrich Händel erinnert werden.
„Die Kirche war voll wie sonst nur zu Heiligabend“, freute sich
Vorstandsmitglied Gerhard Kruspe vom Förderverein. Ins Leben
gerufen hatte die Veranstaltung Rotraut Rothe mit ihrem
Lebensgefährten und pensionierten Berufsmusiker Wolfgang
Freytag, die diese Aktion für das Mehrgenerationenhaus ins Leben
gerufen hatten. Erste Ideen gibt es jetzt schon für eine
Veranstaltung zum 200. Geburtstag des Komponisten Robert
Schumann im kommenden Jahr. kau


PNN 24.02.2009
Jung und Alt
gestalten Händel-Soirée
Nuthetaler Mehrgenerationenhaus bereitet
Konzert zum 250. Todestag des Komponisten vor
Nuthetal – Eine Händel-Soirée veranstaltet
am 28. Februar das Mehrgenerationenhaus Nuthetal. Es findet
jedoch in der Bergholzer Kirche (Beginn 18 Uhr) statt. Ein von
Jung und Alt gestaltetes Programm will an den Barockkomponisten
Georg Friedrich Händel anlässlich seines 250. Todestages
erinnern, sagte die kommissarische Leiterin des
Mehrgenerationenhauses, Rotraut Rothe, den PNN. Weil es für ein
solches Vorhaben im eigenen Haus zu eng sei, habe man das
Angebot des Vorsitzenden des Gemeindekirchenrates, Götz Doyé,
gern angenommen, das Konzert in der Bergholzer Kirche zu
veranstalten. Im Anschluss werde es aber im Mehrgenerationenhaus
noch Zeit für Gespräche bei Imbiss und Wein geben.
Kooperationspartner für die Veranstaltung sind die Akademie 2.
Lebenshälfte und der Nuthetaler Seniorenbeirat.
Am Sonntag wurde für das Vorhaben noch einmal gemeinsam geprobt.
„Der Sinn unserer Arbeit ist es, generationsübergreifend zu
wirken“ so Rotraut Rothe, die den Abend selbst moderieren wird.
So wählte der pensionierte Berufsmusiker Wolfgang Freytag Werke
aus den Werken Händels, die auch für Kinder spielbar sind. Als
Musikanten wirken auch neun- bis elfjährige Schüler mit, so
Gemma Sedrakian, Violine, Jessica und Mak Kljuniÿ, Flöten, sowie
Konstantin Thiersch, Keyboard. Auch der Nuthetaler Künstler Rolf
Jansen ist dabei, der auf seiner Blockflöte musiziert. Erklingen
werden Auszüge aus Händels populären Piecen, die Feuerwerks- und
Wassermusik, Werke von melodischem und packendem Schwung, sowie
Sonaten und die Pastorale aus dem weltberühmten Oratorium „Der
Messias“. Auch Prosa wird an diesem Abend zu hören sein. Gelesen
wird sie von Barbara Valentin, Gerhard Kruspe und Egon Mücke.
Die Soirée ist für die ganze Familie gedacht, „die den Musiker
Händel auch als Menschen mit seinen Stärken und Schwächen
zeigt“, so Rotraut Rothe. Gemeinsam habe man Anekdoten und
Geschichten über Händel gefunden, die ihn als derben,
humorvollen, hitzig, ja jähzornigen Barockmenschen zeigen. Sogar
als Duellant wird er vorgestellt. Zudem solle daran erinnert
werden, dass der Komponist als wohltätiger Geschäftsmann
auftrat. So habe er einem Londoner „Findelhause“ alle Einnahmen
aus seinem „Messias“ zukommen lassen.
Der gebürtige Hallenser ging mit 18 Jahren nach London. Er
machte die britische Hauptstadt zeitlebens zu seinem Wohnort.
Die Engländer betrachten ihn heute noch als ihren
Nationalkomponisten. So ist es nicht verwunderlich, dass Königin
Elisabeth II. neben Bundespräsident Horst Köhler auch die
Schirmherrschaft über die diesjährigen Händel-Festspiele in
Halle übernommen hat. Ute Kaupke
Der Kartenvorverkauf findet bis Mittwoch von 15 bis 18 Uhr im
Nuthetaler Mehrgenerationenhaus, Schlüterstraße 46 in
Bergholz-Rehbrücke, statt. Der Eintritt beträgt 5 Euro, Schüler
haben freien Eintritt. Informationen über Tel. (033200) 55642


23.02.2009/MAZ
Händel verbindet Jung
und Alt
Mitstreiter im Nuthetaler
Generationenhaus organisieren zum 250. Todestag musikalischen
Abend
NUTHETAL -
Georg-Friedrich Händel soll in Nuthetal junge und alte Menschen
zusammenbringen.
Damit das Vorhaben gelingt, haben gestern
Vormittag vier Kinder und drei Erwachsene im
Mehrgenerationenhaus – die Alte Schule in Bergholz – einzelne
Passagen der Wasser- und Feuerwerksmusik des deutsch-britischen
Komponisten eingeübt. Die sieben Musiker führen die Stücke am
Samstagabend in der Bergholzer Kirche auf. Anschließend werden
alle Künstler und Zuschauer den Abend im Generationenhaus
ausklingen lassen.
Die Idee für den Händel-Abend mit Musik,
Informationen sowie Anekdoten aus dem Leben des Künstlers ist
Rotraut Rothe, Chefin des Generationentreffs, gekommen als sie
in der Weihnachtszeit ein Konzert im Fernsehen gesehen hat.
Nebenbei sei erwähnt worden, dass anlässlich des 250. Todestags
des Musikers Veranstaltungen in ganz Deutschland geplant sind.
„Da habe ich sofort gedacht, dass eine solche Veranstaltung eine
tolle Sache für Nuthetal ist“, sagt Rothe.
Der Gedanke, Händel nach Nuthetal zu
holen, ließ die Leiterin des Hauses nicht mehr los. Nach sie
ihre Idee in der Vorstandssitzung des Fördervereins
„Begegnungshaus der Generationen Nuthetal“ vorgestellt hatte,
erhielt sie sofort die Unterstützung der Mitglieder. Des
siebenköpfige Ensemble war schnell zusammengestellt: die
neunjährigen Mädchen Gemma (Violine) und Jessica (Blockflöte),
die elfjährigen Jungen Mak (Querflöte) und Konstantin (Keyboard)
sowie die Erwachsenen Liane Wunderlich (Orgel), Wolfgang Freytag
(Oktavgeige und Violine) sowie Rolf Janssen (Blockflöte).
Diskussionen hat es im Verein über den
Veranstaltungsort gegeben. Zuerst sollte das etwa einstündige
Konzert im Mehrgenerationenhaus stattfinden. „Damit mehr Leute
Kulturgenuss erleben können, haben wir uns jedoch für die Kirche
entschieden – die befindet sich direkt neben dem
Generationenhaus“, erklärt Schatzmeister Werner Wienert. Dieser
Entschluss zog die Suche nach einem Organisten nach sich.
Schließlich dürfe bei einem Konzert im Gotteshaus der Klang der
Orgel nicht fehlen.
Die Suche nach einem Musiker gestaltete
sich nicht ganz einfach. „Die Organistin, die normalerweise auf
dem Instrument spielt, ist am Tag des Konzerts nicht im Ort“,
sagt Rothe. Ein Bauarbeiter vermittelte schließlich eine
geeignete Besetzung. Er ist an der fachgerechten Restaurierung
des denkmalgeschützten ehemaligen Schulgebäudes beteiligt. Die
Sanierung ist in Nuthetal neben dem Aufbau des Treffs für Jung
und Alt fester Bestandteil des Projekts
„Mehrgenerationenhauses“.
Neben Klanggenüssen werden die Zuhörer
einige Anekdoten aus dem Leben Georg-Friedrich Händels erfahren.
Dafür haben die Mitglieder des Fördervereins die Biographie des
Komponisten gründlich durchforstet. „Händel war kein Gourmet,
sondern ein Vielfraß“, sagt Wienert. So habe der Musiker einmal
in einem Gasthaus drei Essen bestellt. Die seien ihm jedoch
nicht gebracht worden, weil das Personal noch auf seine
Begleiter wartete. Darauf soll er geantwortet haben: „Die
Gesellschaft bin ich“. (Von Elke Kögler)


Alte Schule kann
weiter saniert werden
JST MAZ v. 15.01.09
NUTHETAL - Die
weitere Sanierung des Nuthetaler Mehrgenerationenhauses ist
gesichert.
Die Gemeinde will
in diesem Jahr 75.000 Euro dafür bereit stellen. Darauf
verständigten sich am Dienstag Ortsentwicklungs- und
Finanzausschuss in einer gemeinsamen Sitzung. Die abschließende
Zustimmung der Gemeindevertretung gilt nun als sicher.
Mit dem Votum ist
auch der Weg frei, Fördermittel in gleicher Höhe beim Kreis zu
beantragen, der für 2009 ein Programm zur Unterstützung von
Generationenhäusern aufgelegt hat. Sollte der Nuthetaler Antrag
bewilligt werden, könnten 150 000 Euro in die weitere Sanierung
der Alten Schule in Bergholz fließen, die mit tatkräftiger
Unterstützung freiwilliger Helfer Schritt für Schritt in ein
Mehrgenerationenhaus verwandelt wird. In der Ausschuss-Debatte
hatte sich auch Bauamtsleiter und Bürgermeister für die
Einstellung der Mittel stark gemacht. 'Das Pflänzchen ist am
Gedeihen - nichts ist tödlicher, als jetzt das Gießen
einzustellen,' sagte Bauamtschef Torsten Zado. Der Förderverein
hatte zuvor ein Konzept vorgelegt, wie die Gelder eingesetzt
werden sollen. (jst)


Ein betagtes
Haus weckt Emotionen und mobilisiert Kräfte
Bautrupp aus freiwilligen Helfern legt sich ins Zeug, um der
alten Schule in Bergholz eine neue Zukunft als Generationenhaus
zu geben
MAZ v. 17.12.08
NUTHETAL Wenn Menschen mit Herzblut an die Arbeit gehen, sind
Emotionen mit im Spiel, die ungeahnte Kräfte freisetzen können.
In Nuthetal schafft es ein betagtes Haus, diese Kräfte zu
mobilisieren: die alte Schule in Bergholz. An der Rettung des
denkmalgeschützten Gemäuers arbeiten seit zwei Jahren der
Förderverein „Begegnungshaus der Generationen“ und ein Bautrupp
freiwilliger Helfern, die sich jeden Donnerstag ins Zeug legen,
um der alten Schule eine neue Zukunft zu geben. Schritt für
Schritt soll sie in das Mehrgenerationenhaus Nuthetals
verwandelt werden. Was die Akteure erreicht haben und was sie
noch schaffen wollen, das erzählten sie jetzt der Presse.
In drei Räumen hat die Zukunft bereits begonnen: Saniert ist der
offene Tagestreff, der Kreativraum für den Verein „Die Brücke“
im Obergeschoss und ein Raum im Erdgeschoss, der für
Veranstaltungen genutzt werden soll.
Wilfried Jahnke, beim Förderverein für das Bauen zuständig,
zählte in diesem Jahr 1800 Arbeitsstunden, die die freiwilligen
Helfer leisteten. Er hat auch ausgerechnet, welche
Wertsteigerung damit verbunden war. 2008 hat die Gemeinde 20 000
Euro für die Sanierung des Hauses bereit gestellt, der Kreis
5000 Euro. Die Helfer erbrachten 17 000 Euro an Bauleistungen,
schätzt Jahnke. Im Jahr davor seien es 14 000 Euro gewesen. Die
gemeinsame Arbeit schweißt zusammen, sagt er.
Zum Adventsmarkt zeigte sich auch die Verbundenheit der Bürger
mit der alten Schule: Hunderte strömten durchs Haus, wollten
schauen, wie es jetzt aussieht. Viele von ihnen gingen selbst in
die alte Schule oder haben Eltern, die dort die Schulbank
drückten. Kein Zweifel: Das alte Haus weckt Emotionen und ist
ein Identitätsstifter.
Daran haben auch Querelen im Vereinsvorstand nichts geändert
(MAZ berichtete). Der neu gewählte Vorstand um Vereinschefin
Elvira Schmidt hat die alten Konflikte schnell zu den Akten
gelegt. „Der Vorstand kümmert sich um die eigentliche Arbeit und
beschäftigt sich nicht mehr so viel mit sich selbst“, sagt
Jahnke. Für den Verein könnte 2009 ein entscheidendes Jahr
werden: Mittel aus einem Förderprogramm des Kreises sollen
gesichert werden, um die Sanierung voranzutreiben. Zugleich
Zugleich soll das Haus weiter mit Veranstaltungen belebt werden,
die vor allem eins erreichen sollen: die Generationen
zusammenbringen. Und eine neue Leiterin soll bis Ende Januar
2009 gefunden werden, die sich diesem Ziel widmen wird. Sieben
Frauen, alle aus der Region, haben sich beworben.
Gebraucht werden aber auch ganz praktische Dinge, die jetzt auf
dem Weihnachtswunschzettel der Vereinsmitglieder stehen (siehe
Infokasten). Zum Beispiel eine Handkreissäge, um die neuen
Dielen für die Fußböden zurechtschneiden zu können.

