Bauen im Mehrgenerationenhaus

Ausbau der 'Alten Schule 2011

Ehrenamtliche Bauhelfer im

Herzlichen Dank allen Bauhelfern, die in den letzten 3 Jahren mit unermüdlichem Einsatz an den Bauarbeiten in der 'Alten Schule' mitgewirkt haben.

Böhm, Dieter
Bluschke, Burkhardt
Freymann, Jürgen 
Friedland, Günter
Grund, Tobias 

Haase, Dietmar

Jahnke, Wilfried
Kapischke, Bernd  

Kruspe, Gerhard

Kubeler, Udo

Kyntschl, Eberhard

Melzer, Jürgen

Mücke, Egon

Dr.Nega,

Oldenburg, Jörg

Reichert, Manfred

Dr. Sachs, Jürgen 

Schließer, Jürgen

 

Schmädicke, Günter 
Dr.Schmidt, Reinhard

Sielaff, Wolfgang

Siepert, Dieter

Thiele, Jörg

Weber, Bernd       

Weber, Gerhard    

Wienert, Werner 
Zehle, Günter

 

 


update 17.01.2011

Rückblick 2010 - Ausblick 2011

Das Mehrgenerationenhaus lädt ein in die neuen Räume

 Das Leben in unserem Mehrgenerationenhaus in Bergholz kann ab Januar 2011 noch umfangreicher und vielfältiger werden als in den zurückliegenden Jahren. Stand bisher - bedingt durch die Nutzung bei gleichzeitigen Bauarbeiten – immer nur ein Veranstaltungsraum zur Verfügung, so sind es jetzt zwei und bei Bedarf auch drei.

 Der große Klassenraum (51 qm) wurde kurz vor Weihnachten fertig. Er lässt sich bei Bedarf mit Hilfe einer mobilen Trennwand teilen, die einen guten Schallschutz zwischen den Räumen gewährleistet. Durch die Wiederherstellung der zu DDR-Zeiten zugemauerten Fenster ist ein heller, freundlicher Raum entstanden. Mit den neuen Stühlen können bei einer Kinobestuhlung mehr als 60 Plätze geschaffen werden. Durch den Einbau einer Akustikdecke gibt es einen angenehmen Raumton. Mit dem fest installierten Beamer in Verbindung mit DVD-Spieler bzw. Laptop ist eine moderne Vortragstechnik vorhanden. Wir sind unserem Tonmeister, Herrn Illing, dankbar für seine Unterstützung und Mitwirkung.

Bereits im Juli haben wir den Clubraum (26 qm) fertiggestellt. Auch hier ist durch die Wiederöffnung und Herstellung alter Fenster ein schöner, heller Raum entstanden. Das Holzpaneel und die Dielen in Verbindung mit der neuen Möblierung und den Dekos schaffen eine angenehme, anregende, aber auch gemütliche Atmosphäre. Diese wird durch die seit dem Adventsmarkt gezeigte Ausstellung der Arbeiten des Malers und Grafikers, Herrn Roman Reske, noch unterstrichen.

Wir laden alle – Vereine, Arbeits- und Interessengemeinschaften, Parteien, Zirkel und Familien -  dazu ein, dieses Raumangebot zu nutzen.

Im Laufe des Jahres haben wir bei den Bauarbeiten interessante Bauelemente wieder entdeckt oder in alten Zeichnungen gefunden, die unser chronikinteressiertes Brigademitglied Jörg Oldenburg ausgegraben hatte. So haben wir zum Klassenraum zufällig eine große Türöffnung mit Stichbogen entdeckt. Die Holz-Glas-Wand im Eingangsbereich hat ihren Ursprung in Zeichnungen des Jahres 1947, die uns die damalige Eingangsgestaltung zeigten. Gemeinsam mit unserem Architekten, Herrn Dreykluft, wurden in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde  die vorhandenen Planungen kurzfristig geändert.

Wir haben noch andere historische Bauelemente gefunden, so z.B. Mauerwerksanker oder Mauernischen, die uns weitere spannende Rätsel zum Haus aufgeben.

 Im EG wurde mit dem Damen-WC und dem Flur weitere Räume zum Jahresende fertiggestellt. Im OG kann das Computerkabinett in Betrieb genommen werden. Die Verbindung von sichtbaren Teilen des alten Dachstuhles mit modernen Glaswänden wurde hier fortgesetzt. Die Arbeiten im OG, die durch den Jugendclub „Die Brücke e.V.“ genutzt werden, sind damit im Wesentlichen abgeschlossen. Wie haben sich die Bedingungen für den Jugendclub verändert, wenn wir das mit den Zuständen vor 3 Jahren vergleichen!

 All das, was in 2010 geschaffen wurde, ist in erster Linie dem Einsatz unserer „Rentnerbrigade“ zu verdanken. Mit 3100 Std. freiwilligen und unbezahlten Einsatzstunden wurde nochmals eine Steigerung gegenüber den Vorjahren erreicht. All ihre Mitglieder, es waren 18, sind offenbar von dem Virus befallen, in einer tollen Gemeinschaft etwas Sinnvolles für den Verein und das Gemeinwohl zu schaffen. Es macht allen immer noch Spaß und es besteht der Wille, weiter zu machen. Etwa 85.000 € an Lohnleistungen wurden insgesamt bisher erbracht. Unterstützt und bei Laune gehalten werden wir dabei durch die Frauen, die uns ebenfalls in ihrer Freizeit mit Essen und Trinken versorgen.

Dank gilt wie in den Vorjahren auch den Handwerksbetrieben, die im MGH tätig waren. Dabei haben sie immer mal mehr gemacht als vertraglich vereinbart, Material oder Leistungen gespendet und so ihre Verbundenheit mit der Alten Schule gezeigt. 12 Firmen waren beteiligt, 7 davon aus Nuthetal.

 Möglich sind alle Aktivitäten nur, wenn das nötige Geld da ist. Unsere Gemeindevertreter

haben aus dem Haushalt 2010 =  85.000 € bewilligt, dazu kamen 10.000 € von der Denkmalschutzbehörde des Kreises. Im Oktober kamen dann sogar noch 52.000 € aus dem Konjunkturprogramm des Bundes hinzu, mit denen die Fassade und das Dach des 2-geschossigen Teiles in Angriff genommen wurden. Leider kam der strenge Winter etwa 2 Wochen zu zeitig, weshalb die Arbeiten unterbrochen werden mussten. Ein großes Dankeschön an alle, die an der Bewilligung der Gelder mitgewirkt haben.

 Am 21. Januar 2011 wurden die neuen Räume im Rahmen des Neujahrsempfangs der Bürgermeisterin offiziell zur Nutzung übergeben. Ein kleines Kulturprogramm erfreute die Teilnehmer. Eine außergewöhnliche Geste der Verbundenheit mit dem MGH zeigten Frau Schran, die dem Verein ein Originalbild des Malers Walter Partke  übergab, und Herr Schliesser als Leiter des Patchworkkurses, der ein Gemeinschaftswerk der Beteiligten für das Haus überreichte.

 Wie geht es nun weiter? Es ist noch einiges zu tun – das Behinderten-WC und der behindertengerechte Zugang, der über die Terrasse erfolgen soll, sind noch nicht begonnen. Das Treppenhaus muss fertig werden. Die Außenanlagen in Verbindung mit den völlig maroden Schuppen sind in Angriff zu nehmen.

Für dieses Jahr ist im Haushalt wegen der angespannten Finanzlage kein Geld für die Weiterführung der Bauarbeiten vorgesehen. Das bedeutet, dass die Arbeiten eingestellt werden müssen. Es ist schade, dass die Kapazitäten der „Rentnerbrigade“ so ungenutzt bleiben. Wir hoffen, dass sich im Nachtragshaushalt doch noch Möglichkeiten ergeben. Die „Jungs“ zwischen 60 und 75 sind alle noch heiß, weiter zu machen.

 Wilfried Jahnke

 

Medienbericht vom 24.01.2011



Hier ein Blick in den 'Clubraum', der sich in warmen Farben, harmonisch abgestimmtem Design  und  gemütlichem Ambiente präsentiert.

 

Fotos (c)


update 20.01.2011

Der ehemalige Klassenraum ist komplett fertig und steht zur Nutzung bereit.



Alles wird noch einmal kritisch überprüft . Kleinigkeiten werden ausgebessert .








19.05.2011

Wo ist das Geld nur .geblieben …?

Bürger, die die Alte Schule in den letzten Monaten besucht haben, werden sich wohl schon gefragt haben, wie teuer die Sanierung dieses fast 120 Jahre alten Gebäudes wohl sei. Andere wiederum wollten wissen, wo das Geld für die Leistungen herkommt. Nachdem der überwiegende Teil der Arbeiten abgeschlossen ist, geben wir heute einen Überblick über die bisher entstandenen Kosten, die Finanzierungsquellen und die Verwendung des Geldes.

 

Woher kommt das Geld?

Von 2007 bis zum Dezember 2010 wurden rd. 426.000 Euro in die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes investiert. Darin sind Eigenleistungen des Vereins für das kommunale Gebäude in Höhe von 83.000 Euro eingeschlossen.

 

Die Gemeinde selbst investierte in ihr Eigentum rd. 188.000 Euro. Das ist knapp die Hälfte der insgesamt aufgewendeten Investitionen (vgl. Abb. 1). Die anderen Aufwendungen teilen sich der Landkreis Potsdam-Mittelmark, die Mittelbrandenburgische Sparkasse, der Verein mit seinen Eigenleistungen und weitere private Förderer wie z.B. EON edis. Auch Bürger der Gemeinde spendeten für die Sanierung.

 

Abbildung 1

 

Wofür wurde das Geld eingesetzt?

Jeder Euro floss in die Instandsetzung und Sanierung des Gebäudes. Die wichtigsten Kostenpositionen sind:

-        Brandschutz- u. Sicherungstechnik         51.000 € (14,9%)

-        Ausbau Obergeschoss                          63.000 € (18,4%)

-        Ausbau Erdgeschoss                            67.000 € (19,5%)

-        Dach/Fassade                                      94.000 € (27,4%)

 

Eine vollständige Übersicht über die Verteilung der eingesetzten Mittel ist in Abbildung 2 veranschaulicht.

 

Abbildung 2

 Wer kontrollierte die Verwendung der Mittel?

Im Abstand von 2-3 Wochen überzeugte sich der Bauamtsleiter vor Ort vom Baufortschritt und den abgerechneten Leistungen. Der Verein stellte jährlich Förderanträge und wurde von der Gemeindeverwaltung dabei stets unterstützt. Im Falle der Bewilligung wurden alle für die Sanierung bestimmten Fördermittel unmittelbar auf das Konto der Gemeinde überwiesen. Erst nach erfolgtem Nachweis über die erbrachte Leistung wurden die Gelder ausgezahlt.

 

Was wird noch gebraucht?

Um alles wie geplant fertig zu stellen, einschließlich der Außenanlagen, werden schätzungsweise noch rd. 74.000 Euro benötigt. Fast die Hälfte davon ist für den Bau eines behindertengerechten Zugangs (einschl. Rollstuhllift) und eines behindertengerechten WC erforderlich. Weitere Position sind Trockenlegungsarbeiten im Keller innen und Restarbeiten im Flur/Foyer.

 

Weil wir die schwierige finanzielle Situation der Gemeinde kennen, haben wir zum Beginn des Jahres einen Antrag über nur 10.000 Euro in diesem Jahr gestellt. Mit diesem Betrag ließen sich die notwendigen sachlichen Voraussetzungen für die Eigenleistungen der freiwilligen Bauhelfer sichern.

 

Wir hoffen sehr, dass die Gemeindevertreter in den nächsten Beratungen diese 10.000 Euro aus dem Haushalt der Gemeinde bewilligen.

 

Wilfried Jahnke und Elvira Schmidt (Mehrgenerationenhaus Nuthetal e.V.)

 


 

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