
update 17.01.2011
Rückblick 2010 - Ausblick 2011
Das Mehrgenerationenhaus lädt ein in die neuen Räume
Das Leben in unserem Mehrgenerationenhaus in Bergholz kann ab
Januar 2011 noch umfangreicher und vielfältiger werden als in den
zurückliegenden Jahren. Stand bisher - bedingt durch die Nutzung bei
gleichzeitigen Bauarbeiten – immer nur ein Veranstaltungsraum zur
Verfügung, so sind es jetzt zwei und bei Bedarf auch drei.
Der große Klassenraum (51 qm) wurde kurz
vor Weihnachten fertig. Er lässt sich bei Bedarf mit Hilfe einer
mobilen Trennwand teilen, die einen guten Schallschutz zwischen den
Räumen gewährleistet. Durch die Wiederherstellung der zu DDR-Zeiten
zugemauerten Fenster ist ein heller, freundlicher Raum entstanden.
Mit den neuen Stühlen können bei einer Kinobestuhlung mehr als 60
Plätze geschaffen werden. Durch den Einbau einer Akustikdecke gibt
es einen angenehmen Raumton. Mit dem fest installierten Beamer in
Verbindung mit DVD-Spieler bzw. Laptop ist eine moderne
Vortragstechnik vorhanden. Wir sind unserem Tonmeister, Herrn Illing,
dankbar für seine Unterstützung und Mitwirkung.
Bereits im Juli haben wir den Clubraum (26
qm) fertiggestellt. Auch hier ist durch die Wiederöffnung und
Herstellung alter Fenster ein schöner, heller Raum entstanden. Das
Holzpaneel und die Dielen in Verbindung mit der neuen Möblierung und
den Dekos schaffen eine angenehme, anregende, aber auch gemütliche
Atmosphäre. Diese wird durch die seit dem Adventsmarkt gezeigte
Ausstellung der Arbeiten des Malers und Grafikers, Herrn Roman Reske,
noch unterstrichen.
Wir laden alle – Vereine, Arbeits- und
Interessengemeinschaften, Parteien, Zirkel und Familien - dazu ein,
dieses Raumangebot zu nutzen.
Im Laufe des Jahres haben wir bei den
Bauarbeiten interessante Bauelemente wieder entdeckt oder in alten
Zeichnungen gefunden, die unser chronikinteressiertes
Brigademitglied Jörg Oldenburg ausgegraben hatte. So haben wir zum
Klassenraum zufällig eine große Türöffnung mit Stichbogen entdeckt.
Die Holz-Glas-Wand im Eingangsbereich hat ihren Ursprung in
Zeichnungen des Jahres 1947, die uns die damalige Eingangsgestaltung
zeigten. Gemeinsam mit unserem Architekten, Herrn Dreykluft, wurden
in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde die vorhandenen
Planungen kurzfristig geändert.
Wir haben noch andere historische
Bauelemente gefunden, so z.B. Mauerwerksanker oder Mauernischen, die
uns weitere spannende Rätsel zum Haus aufgeben.
Im EG wurde mit dem Damen-WC und dem Flur
weitere Räume zum Jahresende fertiggestellt. Im OG kann das
Computerkabinett in Betrieb genommen werden. Die Verbindung von
sichtbaren Teilen des alten Dachstuhles mit modernen Glaswänden
wurde hier fortgesetzt. Die Arbeiten im OG, die durch den Jugendclub
„Die Brücke e.V.“ genutzt werden, sind damit im Wesentlichen
abgeschlossen. Wie haben sich die Bedingungen für den Jugendclub
verändert, wenn wir das mit den Zuständen vor 3 Jahren vergleichen!
All das, was in 2010 geschaffen wurde, ist
in erster Linie dem Einsatz unserer „Rentnerbrigade“ zu verdanken.
Mit 3100 Std. freiwilligen und unbezahlten Einsatzstunden wurde
nochmals eine Steigerung gegenüber den Vorjahren erreicht. All ihre
Mitglieder, es waren 18, sind offenbar von dem Virus befallen, in
einer tollen Gemeinschaft etwas Sinnvolles für den Verein und das
Gemeinwohl zu schaffen. Es macht allen immer noch Spaß und es
besteht der Wille, weiter zu machen. Etwa 85.000 € an Lohnleistungen
wurden insgesamt bisher erbracht. Unterstützt und bei Laune gehalten
werden wir dabei durch die Frauen, die uns ebenfalls in ihrer
Freizeit mit Essen und Trinken versorgen.
Dank gilt wie in den Vorjahren auch den
Handwerksbetrieben, die im MGH tätig waren. Dabei haben sie immer
mal mehr gemacht als vertraglich vereinbart, Material oder
Leistungen gespendet und so ihre Verbundenheit mit der Alten Schule
gezeigt. 12 Firmen waren beteiligt, 7 davon aus Nuthetal.
Möglich sind alle Aktivitäten nur, wenn das
nötige Geld da ist. Unsere Gemeindevertreter
haben aus dem Haushalt 2010 = 85.000 €
bewilligt, dazu kamen 10.000 € von der Denkmalschutzbehörde des
Kreises. Im Oktober kamen dann sogar noch 52.000 € aus dem
Konjunkturprogramm des Bundes hinzu, mit denen die Fassade und das
Dach des 2-geschossigen Teiles in Angriff genommen wurden. Leider
kam der strenge Winter etwa 2 Wochen zu zeitig, weshalb die Arbeiten
unterbrochen werden mussten. Ein großes Dankeschön an alle, die an
der Bewilligung der Gelder mitgewirkt haben.
Am 21. Januar 2011 wurden die neuen Räume
im Rahmen des Neujahrsempfangs der Bürgermeisterin offiziell zur
Nutzung übergeben. Ein kleines Kulturprogramm erfreute die
Teilnehmer. Eine außergewöhnliche Geste der Verbundenheit mit dem
MGH zeigten Frau Schran, die dem Verein ein Originalbild des Malers
Walter Partke übergab, und Herr Schliesser als Leiter des
Patchworkkurses, der ein Gemeinschaftswerk der Beteiligten für das
Haus überreichte.
Wie geht es nun weiter? Es ist noch einiges
zu tun – das Behinderten-WC und der behindertengerechte Zugang, der
über die Terrasse erfolgen soll, sind noch nicht begonnen. Das
Treppenhaus muss fertig werden. Die Außenanlagen in Verbindung mit
den völlig maroden Schuppen sind in Angriff zu nehmen.
Für dieses Jahr ist im Haushalt wegen der
angespannten Finanzlage kein Geld für die Weiterführung der
Bauarbeiten vorgesehen. Das bedeutet, dass die Arbeiten eingestellt
werden müssen. Es ist schade, dass die Kapazitäten der
„Rentnerbrigade“ so ungenutzt bleiben. Wir hoffen, dass sich im
Nachtragshaushalt doch noch Möglichkeiten ergeben. Die „Jungs“
zwischen 60 und 75 sind alle noch heiß, weiter zu machen.
Wilfried Jahnke

Medienbericht vom
24.01.2011


Hier ein
Blick in den 'Clubraum', der sich in warmen Farben, harmonisch
abgestimmtem Design und gemütlichem Ambiente
präsentiert.


Fotos (c)

update 20.01.2011
Der ehemalige Klassenraum ist komplett fertig und steht zur Nutzung
bereit.


Alles wird noch einmal kritisch überprüft . Kleinigkeiten werden
ausgebessert .
 
 
 
19.05.2011
Wo ist das Geld nur .geblieben …?
Bürger,
die die Alte Schule in den letzten Monaten besucht haben, werden
sich wohl schon gefragt haben, wie teuer die Sanierung dieses fast
120 Jahre alten Gebäudes wohl sei. Andere wiederum wollten wissen,
wo das Geld für die Leistungen herkommt. Nachdem der überwiegende
Teil der Arbeiten abgeschlossen ist, geben wir heute einen Überblick
über die bisher entstandenen Kosten, die Finanzierungsquellen und
die Verwendung des Geldes.
Woher kommt das Geld?
Von 2007 bis zum Dezember 2010 wurden rd. 426.000
Euro in die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes
investiert. Darin sind Eigenleistungen des Vereins für das kommunale
Gebäude in Höhe von 83.000 Euro eingeschlossen.
Die Gemeinde selbst investierte in ihr Eigentum rd.
188.000 Euro. Das ist knapp die Hälfte der insgesamt aufgewendeten
Investitionen (vgl. Abb. 1). Die anderen Aufwendungen teilen sich
der Landkreis Potsdam-Mittelmark, die Mittelbrandenburgische
Sparkasse, der Verein mit seinen Eigenleistungen und weitere private
Förderer wie z.B. EON edis. Auch Bürger der Gemeinde spendeten für
die Sanierung.
Abbildung 1
Wofür wurde das Geld eingesetzt?
Jeder Euro floss in die Instandsetzung und Sanierung
des Gebäudes. Die wichtigsten Kostenpositionen sind:
-
Brandschutz- u. Sicherungstechnik 51.000 €
(14,9%)
-
Ausbau Obergeschoss 63.000 €
(18,4%)
-
Ausbau Erdgeschoss 67.000
€ (19,5%)
-
Dach/Fassade
94.000 € (27,4%)

Eine vollständige Übersicht über die Verteilung der
eingesetzten Mittel ist in Abbildung 2 veranschaulicht.
Abbildung 2

Wer kontrollierte die Verwendung der Mittel?
Im Abstand von 2-3 Wochen überzeugte sich der
Bauamtsleiter vor Ort vom Baufortschritt und den abgerechneten
Leistungen. Der Verein stellte jährlich Förderanträge und wurde von
der Gemeindeverwaltung dabei stets unterstützt. Im Falle der
Bewilligung wurden alle für die Sanierung bestimmten Fördermittel
unmittelbar auf das Konto der Gemeinde überwiesen. Erst nach
erfolgtem Nachweis über die erbrachte Leistung wurden die Gelder
ausgezahlt.
Was wird noch gebraucht?
Um alles wie geplant fertig zu stellen,
einschließlich der Außenanlagen, werden schätzungsweise noch rd.
74.000 Euro benötigt. Fast die Hälfte davon ist für den Bau eines
behindertengerechten Zugangs (einschl. Rollstuhllift) und eines
behindertengerechten WC erforderlich. Weitere Position sind
Trockenlegungsarbeiten im Keller innen und Restarbeiten im
Flur/Foyer.
Weil wir die schwierige finanzielle Situation der
Gemeinde kennen, haben wir zum Beginn des Jahres einen Antrag über
nur 10.000 Euro in diesem Jahr gestellt. Mit diesem Betrag ließen
sich die notwendigen sachlichen Voraussetzungen für die
Eigenleistungen der freiwilligen Bauhelfer sichern.
Wir hoffen sehr, dass die Gemeindevertreter in den
nächsten Beratungen diese 10.000 Euro aus dem Haushalt der Gemeinde
bewilligen.
Wilfried Jahnke und Elvira Schmidt
(Mehrgenerationenhaus Nuthetal e.V.)

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